Büroeinrichtung: Warum Pflanzen in keinem Unternehmen fehlen sollten


Bei der Büroeinrichtung spielt meist vor allem Funktionalität eine Rolle. Was nicht unmittelbar für den Arbeitsalltag benötigt wird, hat dabei oft keine Priorität und gilt mitunter sogar als unnötige Ablenkung. Ein sehr spartanisch eingerichteter Arbeitsplatz fördert die Produktivität aber nicht, sondern hemmt sie. Das haben wissenschaftliche Studien ergeben. Sie kommen zu dem Schluss, dass vor allem eins in einem gut eingerichteten Büro nicht fehlen sollte: Pflanzen.

Pflanzen steigern Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit

Verändern Pflanzen die Arbeitsmoral im Büro? Das wollten Wissenschaftler der School of Psychology der Cardiff University in England herausfinden. In echten Büros und unter realen Bedingungen machten sie lang angelegte Feldversuche. Das erstaunliche Ergebnis: Gibt es in Büros zumindest eine Pflanze pro Quadratmeter, steigert das die Produktivität dort um bis zu 15 %. Bei Konzentrations- und Gedächtnistests schnitten die Angestellten besser ab. Sie gaben außerdem an, weniger gestresst zu sein, sich zufriedener zu fühlen und die Büroluft als angenehmer zu empfinden.
Eine andere Studie an der Universität Wageningen stellt sogar eine Auswirkung von Pflanzen auf die Anzahl von Krankmeldungen fest. An Arbeitsplätzen mit Pflanzen sinken sie demnach um bis zu 36 %.
Der Effekt ist kein Zufall. Von der Nähe zu Pflanzen profitiert das psychische und körperliche Wohlbefinden. Die Luftqualität verbessert sich und auch der Geräuschpegel im Büro kann sinken, da durch die Pflanzen mehr Schall absorbiert wird.

Auf die richtige Bepflanzung kommt es an

Es gibt also gute Gründe für reichlich Grün in Büro, Seminarräumen & Co. Aber nicht jede Bepflanzung ist ideal für den Arbeitsplatz, denn natürlich soll sie nicht zur zusätzlichen Arbeitsbelastung oder zum Störfaktor werden.
Dazu gehört bereits die Wahl der richtigen Pflanzgefäße. Insbesondere größere Pflanzen, die am Boden stehen, brauchen standfeste, pflegeleichte und gut transportable Übertöpfe. Ein Topf, der im hektischen Büroalltag ständig umfällt, trägt kaum zum Wohlbefinden bei. Blumentöpfe sollten zudem leicht genug bewegt werden können, um dem Reinigungspersonal die Arbeit nicht zu erschweren. Dennoch müssen sie stabil sein. Töpfe aus Fiberglas erfüllen diese Bedingungen in der Regel am besten.
Standplätze sollten so gewählt werden, dass die Pflanzen zwar im Blickfeld sind, aber nicht im Weg stehen.
Auch die Auswahl der Pflanzen selbst ist begrenzt. Zeit für intensive Pflanzenpflege gibt es im Büroalltag meist nicht. Die Lichtverhältnisse sind zudem nicht überall ideal. Und einige Pflanzen könnten für Allergiker im Büro zum Problem werden und scheiden deshalb aus. Pflegeleicht, anspruchslos und unkompliziert sollten Pflanzen für das Büro also sein. Glücklicherweise gibt es sehr viele verschiedene Zimmerpflanzen und etliche davon erfüllen diese Kriterien durchaus.

Die besten Pflanzen fürs Büro

Pflanzen wie Gummibaum, Efeutute oder Elefantenfuß gelten als Büropflanzen schlechthin. Sie sind robuste Zimmerpflanzen, die ohne viel Pflege auskommen. Der Gummibaum kann recht stattlich werden und eignet sich damit als grüner Raumtrenner oder für die Zimmerecke. Die Efeutute wächst schnell und bevorzugt eher gedämpftes Licht als starke Sonneneinstrahlung. Sie kann mit ihren langen Ausläufern entsprechend auch lichtärmere Standorte wunderbar begrünen. Allerdings sollte die Efeutute einigermaßen regelmäßig gegossen werden. Der Elefantenfuß hingegen speichert Wasser in seinem verdickten Stamm und übersteht sehr lange Trockenphasen problemlos. Besonders unkompliziert sind auch Drachenbaum und Bogenhanf. Letzterer gilt außerdem als sehr vorteilhaft für das Raumklima.

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