Um die Kosten eines Produkts oder einer Dienstleistung zu ermitteln, bedient man sich eines Kalkulationsschemas, das aufzeigt, wie die einzelnen Kostenelemente zusammenzufügen sind. Das bekannteste dieser Schemata, das auf der Methode der Bezugsgrößenkalkulation basiert, hat folgende Struktur:
Kalkulationsschema (herkömmlich) Proportionalkostenrechnung Vollkostenrechnung

Einzelmaterialkosten
Materialgemeinkosten
proportionale Fertigungskosten
Strukturkosten der Fertigung
Fremdleistungskosten
Sondereinzelkosten der Fertigung
Produktkosten volle Herstellkosten
Sondereinzelkosten des Vertriebs
Vertriebsstrukturkosten
(Vertriebsgemeinkostenzuschlag)
Verwaltungsstrukturkosten
(Verwaltungsgemeinkostenzuschlag)
volle Selbstkosten

Die Werte, die sich aus der Proportionalkostenrechnung (oder Produktkostenrechnung) egeben, werden für die Erstellung der Deckungsbeitragsrechnung benötigt, diejenigen der Vollkostenrechnung für die Bestandsbewertung, bzw. für die Bestimmung kostengestützter Verkaufspreisziele. Aus diesem Grund ist diese Kalkulation für jede Einheit im Artikelstamm – für alle Halbfabrikate und für jeden hergestellten Artikel – durchzuführen.