Brainwriting Pool Definition


Brainwriting ist besonders geeignet, Probleme zu erkunden und durchleuchten und dazu, Ideen zu generieren. Wie bei anderen Brainwriting-Techniken, beispielsweise Brainwriting 635, Kartentechnik u.a. werden in einer Gruppensitzung Ideen schriftlich fixiert und dann unter den Teilnehmern ausgetauscht, um diese Ideen gegebenenfalls zu verbessern. Wie bei anderen Brainwriting-Techniken auch, erfolgt der Ideen-Austausch nach vorgegebenen Regeln. Die unterschiedlichen Brainwriting-Techniken unterscheiden sich in der Praxis nur durch den entsprechenden Satz von Regeln. Daher sind Adaptionen an individuelle Vorlieben häufig.

Auch wenn die Beschreibung sehr trocken klingt, so sind entsprechende Sitzungen in der Praxis durchaus rege. Auch hat sich gezeigt, dass die schriftliche Fixierung von Ideen die Verbesserung durch andere Teilnehmer fördert, während dies beim mündlichen Brainstorming häufig unterbleibt.

Vorgehensweise A

Eine mögliche, bewährte Vorgehensweise für die Brainwriting-Pool-Technik ist:

  1. Alle Teilnehmer (optimal sind Teams von 5 bis maximal 8 Personen) sitzen um einen Tisch.
  2. In der Mitte des Tisches wird ein Stapel leere Karteikarten (DIN A6 ist gut geeignet) positioniert.
  3. Jeder Teilnehmer nimmt sich eine Karte und notiert eine Idee.
  4. Dann reicht man die Karte seinem rechten Nachbarn, nimmt sich eine weitere Karte, notiert eine weitere Idee und reicht die Karte ebenfalls nach rechts weiter. Dies führt man für jede Idee aus.
  5. Vom Nachbarn erhaltene Karten werden kurz gelesen, gegebenenfalls ergänzt und wie eigene Karten weitergereicht. Alternativ, wenn man gerade mit der Formulierung einer Idee beschäftigt ist, kann die Karte auch ungesehen durchgereicht werden.
  6. Erhält man eine seiner eigenen Karten zurück und möchte man diese nicht weiter ergänzen, so wandert sie auf einen Stapel/Haufen (Pool) in der Mitte des Tisches.
  7. Teilnehmern, denen gerade keine eigene neue Idee einfällt, können sich von diesem Stapel willkürlich eine Karte nehmen, diese eventuell ergänzen, und die Karte wieder in Umlauf bringen.
  8. Nach einer gewissen Zeit, wenn allen Teilnehmern die Ideen ausgegangen sind und die Karten aus dem Stapel schon mehrfach die Runde gemacht haben, ohne dass Ergänzungen erfolgten, ist das Brainwriting beendet.

Vorgehensweise B

Eine andere mögliche Vorgehensweise für die Brainwriting-PoolTechnik ist:

  1. Jeder Teilnehmer legt zwei Blätter an, auf die er die gemeinsame Fragestellung notiert.
  2. Dann notiert er auf beiden Blättern (unterschiedliche) Ideen.
  3. Wenn ihm keine mehr einfallen, legt er beide Blätter in die Mitte und nimmt sich eines von den anderen Teilnehmern.
  4. Er lässt sich durch die Ideen, die er auf dem Blatt liest, anregen und ergänzt sie um weitere.
  5. usw.

Quellen

  1. H. Geschka, G.R. Schaude, H. Schlicksupp (1973) Modern Techniques for Solving Problems, Chemical Engineering, (Aug.) 91-7
  2. John Martin, Ros Bell, Eion Farmer (2000) B822 Technique Library; The Open University, Milton Keynes (SUP 50139 5)

Alle Quellenangaben finden Sie unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Brainwriting_Pool

    Print Friendly, PDF & Email
    « Back to Glossary Index