Brainstorming
Brainstorming Definition
Brainstorming ist eine von Alex F. Osborn in den 1930er Jahren entwickelte Methode zur Ideenfindung. Ziel ist es, in einer Gruppe neue, kreative und ungewöhnliche Ideen zu generieren. Der Name stammt von der Idee, „using the brain to storm a problem“ („das Gehirn verwenden, um ein Problem zu lösen“).
Einführung – Was ist Brainstorming?
Brainstorming ist der Klassiker unter den Kreativitätsmethoden. Durch spontane Ideenäußerung ohne ablehnende Kritik werden zahlreiche Ideen zu einer gegebenen Problemstellung entwickelt und gesammelt. In Gruppen von ca. 5–8 Teilnehmern können sich Mitglieder durch ihre Beiträge gegenseitig inspirieren, was zu mehr Ergebnissen führt als bei Einzelarbeit. Auch Einzel-Brainstorming ist möglich, etwa durch Mind Mapping.
Nutzen von Synergie-Effekten im Team
Brainstorming nutzt Synergieeffekte im Team, um gemeinsam eine breite Palette von Lösungsideen zu entwickeln. Ziel: Ungehemmt und spontan Ideen „produzieren“, das Wissen vieler Personen nutzen, gedankliche Grenzen aufheben und unnötige Diskussionen vermeiden.
Voraussetzungen und Organisation
- Optimale Teilnehmerzahl: 5–8 Personen
- Heterogenes Team hinsichtlich Kenntnisse und Erfahrungen zusammenstellen; ggf. Fachleute aus anderen Bereichen einbeziehen
- Moderator ernennen, der neutral bleibt und methodisch unterstützt
- Führungskraft nimmt nur teil, wenn echte fachliche Unterstützung möglich ist (Wikipedia: Brainstorming)
- Alle Beiträge ungefiltert durch einen Protokollanten aufzeichnen lassen
Ablauf von Brainstorming
- Phase 1: Ideenfindung – Spontane Ideenäußerung, Inspiration durch die Gruppe, alle Ideen werden protokolliert.
- Phase 2: Sortieren und Bewerten – Moderator liest alle Ideen vor, Teilnehmer bewerten, sortieren und verknüpfen die Vorschläge. Bewertungsphase kann durch andere Fachleute separat erfolgen.
Aufgaben des Moderators
Der Moderator motiviert, stimuliert und ermutigt die Gruppe, achtet auf faire Beteiligung, unterstützt zögernde Teilnehmer und sorgt für Fokus auf das Problem. Bei festgefahrenen Situationen kann ein Perspektivwechsel helfen. Der Moderator fasst zusammen, steuert Pausen und verhindert Detailversessenheit am Anfang.
Regeln für das Brainstorming
- Jede Idee ist willkommen – keine Bewertung während der Sammlung!
- Menge der Vorschläge zählt, nicht die Qualität.
- Kritik und Selbstkritik an Ideen sind streng verboten.
- Ideen anderer dürfen aufgegriffen und weiterentwickelt werden.
- Nur eine Idee pro Person und Runde; weitere Ideen können notiert werden.
Beispiel für ein Regelblatt (wird den Teilnehmern ausgehändigt):
- Keine Kritik an Beiträgen, Ideen und Lösungsvorschlägen
- Überhaupt keine Kritik äußern
- Auch Unmögliches aussprechen
- Ideen anderer aufgreifen und weiterentwickeln
- Befangenheit verdrängen
- Je kühner und phantasievoller, desto besser
- Keine Angst vor Blamage
Anwendung
- Für Problemarten einfacher Komplexität
- Geeignet für sprachliche Aufgaben (Namens- & Slogan-Findung)
- Für Zieldefinitionen und Aussagen mit Symbolcharakter
- Als thematischer Einstieg zur Erkundung von Lösungsfeldern
Vorteile
- Einfache Vorbereitung und Durchführung, geringe Kosten
- Viele innovative und ausgefallene Ideen in kurzer Zeit
- Starke gegenseitige Anregung (Gruppendynamik)
- Synergie-Effekte in der Gruppe, gute Gelegenheiten zur Äußerung von Ideen
- Hilfreich in Sackgassen, wenn andere Techniken versagen
Nachteile
- Wenig optische Reize bei abstrakter Darstellung (Abhilfe: Mind Mapping)
- Nachbearbeitung bei großen Ideensammlungen aufwändig
- Ungewöhnliche Ideen werden von Zurückhaltenden seltener geäußert
- Starke Abhängigkeit von Teilnehmern, Gefahr von Abschweifung und Konflikten
Variationen
- Elektronisches Brainstorming: Anonymisierung und Parallelisierung, geeignet für große Gruppen
- Brainwriting: Schriftliche Ideensammlung, ideal für zurückhaltende Teilnehmer
- Brainwalking: Bewegung und Ideensammlung an verschiedenen Stationen
- 📓 Kollektivnotebook: Notizen werden weitergereicht
- ABC-Brainstorming: Geeignet, wenn „normales“ Brainstorming stockt oder für definitorische Aufgaben
- Weitere Variationen möglich
Kritik an der Technik
Obwohl Brainstorming oft genutzt wird, zeigen Studien schlechtere Ergebnisse gegenüber Methoden mit Einzelarbeit und anschließender Gruppendiskussion. Beim Brainstorming beeinflussen geäußerte Ideen die Kreativität anderer, während beim Brainwriting schriftliche Impulse unabhängiger weiterentwickelt werden. Kreativität und Ergebnisqualität profitieren, wenn vorab individuelle Ideen gesammelt werden. Geübte Gruppen können sich dennoch gegenseitig beflügeln. Vielseitige Interessen und breite Allgemeinbildung sind vorteilhaft.
Brainstorming Beispiel
Brainstorming dient der Entwicklung und Findung von Ideen oder der Lösung Ihrer Probleme unter Ausnutzung von Synergieeffekten im Team. Ziel ist es, spontan und ungehemmt möglichst viele Lösungsideen gemeinsam zu produzieren. Nutzen Sie das Wissen vieler zur Problemlösung, heben Sie Gedankengrenzen auf und vermeiden Sie unnötige Diskussionen.
Schaffen Sie diese organisatorischen Voraussetzungen:
- Optimale Teilnehmerzahl: 5–8 Personen
- Heterogenes Team, ggf. mit externen Fachleuten
- Moderator ernennen, der neutral bleibt
- Führungskraft nimmt nur teil, wenn fachliche Unterstützung möglich
- Sitzungsdauer: 40–60 Minuten
- Alle Beiträge durch einen Protokollanten ungefiltert aufzeichnen lassen
Methodenskript Brainstorming
💾
Hier geht zum Download des Methodenblatt des Brainstorming
⬇️ NOCH FRAGEN? KONTAKTIEREN SIE UNS – GEMEINSAM GESTALTEN WIR IHRE ERFOLGREICHE ZUKUNFT! ⬇️
⬇️ SCHNELLKONTAKT – WIR SIND FÜR SIE DA! ⬇️

