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Entfettung


Entfettung

Entfettung Definition

Entfettung von Werkstücken

Eine Entfettung ist bei Werkstücken notwendig, um sie beschichten zu können. Sie müssen daher von produktionsbedingten fettigen Anhaftungen wie Fetten, Schmierölen oder Korrosionsschutzölen befreit werden.

Das geschieht mit so genannten Entfettungsmitteln. Das können organische Lösemittel, wie CKW, FKW, FCKW oder auch nicht halogenierte Mittel sein. Als Alternative bieten sich noch wässerige Lösungen an. Aus Umweltgründen werden in neuester Zeit fast nur noch Letztere eingesetzt. Sie sind allerdings nicht so universell einsetzbar wie organische Lösemittel und müssen daher auf den spezifischen Prozess abgestimmt werden.

Eine Entfettung ist im sauren bis in den alkalischen Bereich möglich, wobei die extremen Mittel durch annähernd neutrale Entfettungsmittel ersetzt werden sollen. Dazu ist allerdings eine höhere Konzentration an Netzmitteln und Tensiden nötig. Dieser Nachteil wird aber durch eine bessere Umweltverträglichkeit ausgeglichen, da die Abwasserreinigung problemloser und kostengünstig erfolgen kann. Außerdem sind sie in der Lage, tierische und pflanzliche Fette zu verseifen; die Netzmittel lösen nicht verseifbare Rückstände in feinste Teilchen auf.

Um eine Entfettung wirtschaftlich durchführen zu können, gibt es diverse Anlagen. Das Entfettungsmittel kann direkt mit Druck durch Düsen auf das Werkstück aufgespritzt werden, dabei kommt zur chemischen Wirkung noch die mechanische. Ist die Werkstückoberfläche aufgrund komplizierter Formen jedoch schlecht erreichbar, kann es in ein Entfettungsmittel getaucht werden. Bei diesem Verfahren ist der Energiebedarf geringer, aber es gibt keine mechanische Entfernung der Rückstände. Um dieses Problem zu lösen, wird zusätzlich Ultraschall eingesetzt, der Mikro- und Makroturbulenzen erzeugt, um auch Rückstände in den kleinsten Ritzen und Bohrungen zu entfernen. Zusätzlich können hier durch Kaskadenschaltung der Tauchbäder die Chemikalien wesentlich besser ausgenutzt und der Wasserverbrauch deutlich verringert werden.

Ein anderes Verfahren zur Entfettung von Werkstücken ist die Vibrationsreinigung.

Unter Umständen wird nach der Entfettung noch eine Dekapierung durchgeführt, bevor die Teile weiter bearbeitet werden.

Entfettung von Pflanzendrogen

Vor der Gewinnung pharmazeutischer Wirkstoffen aus pflanzlichen Drogen müssen diese häufig zunächst entfettet werden, insbesondere wenn es sich um fetthaltige Pflanzensamen handelt.

Als Entfettungsmittel werden nach den Vorschriften der Arzneibücher unter anderem eingesetzt: Aceton, Dichlormethan, Dichlorethan, Petrolether.

Siehe auch

Weblinks

Um Werkstücke für eine Beschichtung vorzubereiten, ist eine Entfettung erforderlich. Dies erfordert die Beseitigung von produktionsbedingten Fettansammlungen wie Fetten, Schmierölen und Korrosionsschutzölen.

Diese Aufgabe wird mithilfe von Entfettungsmitteln durchgeführt, die organische Lösungsmittel wie CKW, FKW, FCKW oder auch nicht halogenierte Mittel sein können. Als umweltfreundliche Alternative werden in der jüngsten Zeit fast ausschließlich wässrige Lösungen eingesetzt. Diese sind jedoch nicht so vielseitig einsetzbar wie organische Lösungsmittel und müssen daher an den spezifischen Prozess angepasst werden.

Die Entfettung kann im sauren bis alkalischen Bereich durchgeführt werden, wobei die Verwendung extrem alkalischer Mittel vermieden werden sollte. In solchen Fällen sind höhere Konzentrationen von Netzmitteln und Tensiden erforderlich. Dieser Nachteil wird jedoch durch eine bessere Umweltverträglichkeit ausgeglichen, da die Abwasserreinigung einfacher und kostengünstiger erfolgen kann. Darüber hinaus sind diese Lösungen in der Lage, tierische und pflanzliche Fette zu verseifen, während die Netzmittel nicht verseifbare Rückstände in kleinste Partikel auflösen können.

Es stehen verschiedene Anlagen zur Verfügung, um die Entfettung wirtschaftlich durchzuführen. Das Entfettungsmittel kann direkt mit Druckdüsen auf das Werkstück aufgesprüht werden, wodurch sowohl chemische als auch mechanische Effekte erzielt werden. Wenn die Werkstückoberfläche aufgrund komplexer Formen jedoch schwer zugänglich ist, kann das Werkstück in ein Entfettungsmittel getaucht werden. Dieses Verfahren erfordert weniger Energie, entfernt jedoch keine Rückstände mechanisch. Zur Lösung dieses Problems wird zusätzlich Ultraschall eingesetzt, um Mikro- und Makroturbulenzen zu erzeugen, die selbst Rückstände in den kleinsten Ritzen und Bohrungen entfernen können. Durch die Kaskadenschaltung der Tauchbäder können die Chemikalien effizienter genutzt und der Wasserverbrauch erheblich reduziert werden.

Ein weiteres Verfahren zur Entfettung von Werkstücken ist die Vibrationsreinigung.

In einigen Fällen wird nach der Entfettung möglicherweise noch eine Dekapierung durchgeführt, bevor die Teile weiterverarbeitet werden.