Pecha Kucha


Pecha Kucha

 
Pecha Kucha (sprich: petscha-kutscha, IPA: ​[⁠pe̞t͡ɕa̠kɯ̟ᵝt͡ɕa̠⁠]​, japanische Schreibweise ぺちゃくちゃ (Hiragana) bzw. seltener ペチャクチャ (Katakana), Bedeutung „dauernd quatschend“, „andauernd redend“[1]), auch: Petscha-Kutscha, ist eine Vortragstechnik
 

Was ist Pecha Kucha?

Pecha Kucha ist eine Präsentationsform, bei der 20 Folien in 20 Sekunden pro Folie gezeigt werden. Pecha Kucha wurde in Japan entwickelt und wird häufig bei Vorträgen und Präsentationen verwendet. Der Name „Pecha Kucha“ kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Plauderstunde“. Die Idee hinter Pecha Kucha ist es, dass Vorträge kurz, knackig und prägnant sind. Die Einschränkung von 20 Folien in 20 Sekunden pro Folie zwingt die Präsentierenden dazu, ihre Gedanken zu strukturieren und sich auf die wichtigsten Ideen und Informationen zu konzentrieren. Pecha Kucha ist eine gute Möglichkeit, um eine große Menge an Informationen auf eine unterhaltsame und interessante Weise zu präsentieren.
 
Vortrag von Tobias Müller bei einer Pecha-Kucha-Nacht in Erlangen über Positive Psychologie.

Pecha Kucha (sprich: petscha-kutscha, IPA: ​[⁠pe̞t͡ɕa̠kɯ̟ᵝt͡ɕa̠⁠]​, japanische Schreibweise ぺちゃくちゃ (Hiragana) bzw. seltener ペチャクチャ (Katakana), Bedeutung „dauernd quatschend“, „andauernd redend“[1]), auch: Petscha-Kutscha, ist eine Vortragstechnik, bei der zu einem mündlichen Vortrag passende Bilder (Folien) an eine Wand projiziert werden. Dabei ist das Format vorgegeben: 20 Bilder (Folien), die jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden. Die Gesamtzeit von 6:40 Minuten ist damit auch die maximale Sprecherzeit und endet damit. Pecha Kucha ist in Deutschland und Österreich eine auf PechaKucha, Inc., Chicago Ill. eingetragene Wortmarke.[2][3]

Überblick

Pecha Kucha wurde in Tokio im Februar 2003 von den beiden Architekten Astrid Klein und Mark Dytham erstmals im Rahmen einer Designveranstaltung verwendet und hat mittlerweile in der Wirtschaft und an Universitäten Verbreitung gefunden. Inzwischen wird das Format auch für die Vermittlung im Museum verwendet, beispielsweise seit 2012 im Stadtmuseum Berlin.[4]
Die Themen liegen vorwiegend in den Bereichen Design, Kunst, Mode, Kultur und Architektur.

Die Vorteile dieser Technik liegen in der kurzweiligen, prägnanten Präsentation mit rigiden Zeitvorgaben, die von vornherein langatmige Vorträge und die damit verbundene Ermüdung der Zuhörenden („death by powerpoint“ syndrome) unmöglich machen. Hierbei wird das KISS-Prinzip befolgt, indem möglichst wenig Text verwendet wird.

Ablauf

Die Anzahl der Bilder ist bei dieser Präsentationsform mit 20 Stück ebenso vorgegeben wie die 20-sekündige Dauer der Projektionszeit je Bild. Mehrere Vorträge hintereinander werden in sogenannten Pecha Kucha Nights (PKN) vorgetragen.

Verbreitung, Pecha-Kucha-Nächte

Seit Februar 2003 hat sich das Präsentationsformat dieser Impulsvorträge weiter ausgebreitet – inzwischen sind über 800 Städte weltweit Teil des Pecha Kucha Networks und seit 2004 finden diese auch in Europa statt.

In Deutschland gibt es über 20 offizielle Pecha-Kucha-Nächte in verschiedenen Städten.[5] Um eine offizielle Pecha-Kucha-Nacht zu organisieren, müssen die Organisatoren einen informellen Bewerbungsprozess durchlaufen und ein sogenanntes „Handshake Agreement“ austauschen. Pecha-Kucha-Nächte müssen ehrenamtlich ohne Gewinnabsichten veranstaltet werden.

An einer typischen Pecha-Kucha-Nacht werden zwischen 8 und 14 Präsentationen gehalten. Viele Sprecher sind professionelle Designer, aber es gibt auch Präsentationen über Reisen, Forschungsprojekte, Hobbys, Sammlungen usw.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ぺちゃくちゃ. In: Wadoku. Abgerufen am 20. Februar 2020.
  2. Registerauskunft  Registernummer: 302014062216. DPMA, 19. November 2019, abgerufen am 5. Februar 2020 (deutsch).
  3. Markendetails 1311690. Österreichisches Patentamt, 21. April 2016, abgerufen am 5. Februar 2020.
  4. BERLINmacher: 775 Berliner – ein Netzwerk, Sonderausstellung zum Stadtjubiläum. Stiftung Stadtmuseum Berlin, 30. Juli 2015, abgerufen am 16. März 2018.
  5. PechaKucha 20x20: Browse all 1052 Cities. pechakucha.org, abgerufen am 16. März 2018.

Wie macht man eine Pecha Kucha Präsentation?

Eine Pecha Kucha Präsentation ist eine Art von Präsentation, bei der 20 Bilder gezeigt werden, die jeweils 20 Sekunden lang angezeigt werden. Der Redner muss sich also auf die wichtigsten Punkte konzentrieren und kann nicht zu sehr ins Detail gehen. Hier sind ein paar Tipps, wie man eine Pecha Kucha Präsentation macht:

  1. Wähle ein Thema, das dich interessiert und bei dem du genügend Material hast, um 20 Bilder zu finden.

  2. Erstelle eine Gliederung, damit du weißt, welche Bilder du zeigen und was du sagen willst.

  3. Wähle interessante und visuell ansprechende Bilder aus, die deine wichtigsten Punkte unterstützen.

  4. Übe deine Präsentation, damit du weißt, wie viel Zeit du für jedes Bild und jeden Punkt hast.

  5. Verwende simple, klare Sprache und vermeide es, zu viele Details zu geben.

  6. Sei bereit, auf Fragen und Feedback von deinem Publikum einzugehen, auch wenn du nicht viel Zeit hast.

  7. Genieße die Präsentation und habe Spaß dabei!

 

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