Ausschlüsse
Ausschlusskriterium
Als Ausschlusskriterium bezeichnet man zumeist ein Kriterium, mit dem im Rahmen einer Entscheidungsfindung eine Handlungsmöglichkeit oder eine andere Option ausgeschlossen wird.
Mit Einschlusskriterien und Ausschlusskriterien kann auch definiert werden, ob bestimmte Personen oder Gegenstände in eine Gruppe eingeschlossen bzw. von ihr ausgeschlossen werden sollen. Dieser Sprachgebrauch wird auch in den Wissenschaften verwendet.
Ausschluss von Optionen
Beispiele:
Auf dem Arbeitsmarkt treffen die Arbeitgeber bei der Sichtung von zahlreichen schriftlichen Bewerbungen anhand verschiedener ungünstiger Merkmale eine schnelle Vorauswahl. Laut einer Umfrage des österreichischen Jobportals karriere.at im Jahr 2012 bewerteten 66 Prozent der 264 befragten Führungskräfte, Unternehmer und Personalentscheider „Tippfehler, Schlampigkeit, Unübersichtlichkeit“ des Bewerbungstextes als Ausschlusskriterium.
Beim Projektmanagement kann anhand von „Killerkriterien“ entschieden werden, ob ein Projekt abgebrochen werden muss (das heißt, die Möglichkeit „Fortführung des Projekts“ wird ausgeschlossen). Dazu zählen etwa Kriterien wie „zu wenig Personal“, „Finanzierung ist nicht gesichert“ oder „Überschreitung des Zeitrahmens“. Es gibt Killerkriterien, deren Eintreten in jedem Fall zum Projektabbruch führt („alleiniges Killerkriterium“), und solche, deren Eintreten erst im Zusammenspiel mit einer oder mehreren weiteren Bedingungen zum Projektabbruch führt („kombiniertes Killerkriterium“).
Wenn Menschen bei der Partnerwahl auf keinen Fall wollen, dass ihr Partner eine bestimmte Eigenschaft hat, ist diese Eigenschaft ein Ausschlusskriterium. Beispiele könnten Kriterien wie „Überschreiten einer bestimmten Altersgrenze“, „Die Person ist noch gebunden“ oder „Hundebesitzer“ sein. Ausschlusskriterien spielen insbesondere bei der Online-Partnervermittlung eine große Rolle. Das Merkmal „Raucher“ ist häufig ein Ausschlusskriterium. Jedoch gaben bei einer aktuellen Umfrage (2019) von Parship unter mehr als 250.000 Befragten mehr als die Hälfte an, dass dieses Merkmal für sie kein „Totschlag-Kriterium“ sei.
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