Risikomanagement umfasst sämtliche Maßnahmen zur systematischen Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Kontrolle von Risiken. Häufig versichern sich die Unternehmen lediglich gegen die üblichen und bekannten Gefahren bzw. Risiken und kommen gesetzlichen Anforderungen nach. Eine Vielzahl der Gefahren bzw. Risiken bleibt häufig unberücksichtigt. Die ISO 31000:2009 integriert Risikomanagement in alle Unternehmensaktivitäten. Dies reicht von der Festlegung der Unternehmensstrategie bis hin zur operativen Umsetzung in den einzelnen Prozessschritten. Mit der neuen Norm ist Risikomanagement kein weiteres Managementsystem, sondern bringt die Gefahren- und Chancenperspektive sowohl in die strategische Führung als auch in die operative Umsetzung ein.

MethodenĂĽbersicht

Methoden & Werkzeuge des Risikomanagements

Die Schrittfolge im Risikomanagement und geeigneten Methoden & Werkzeugen

  • Zieldefinition
  • Festlegung der Kenngrößen der Zielerreichung
  • Risikoidentifikation
  • Risikoanalyse
  • Massnahmendefinition
  • RisikoĂĽberwachung

Zieldefinition

Die Ziele mit den zugehörigen Meßgrößen der Zielerreichung werden in der Regel aus der Unternehmensstrategie abgeleitet.

Risikoidentifikation

Die Identifikation der Risiken kann mit unterschiedlichen Methoden wie z.B. „Negativ-Brainstorming“, Szenario-Technik, Erfahrungsauswertung aus Vorläuferprojekten oder durch Mitarbeiter- und Experteninterviews erfolgen. In der Produktentwicklung und bei technischen Prozessthemen werden häufig die Methoden FMEA – failure modes and effects analysis – oder DRBFM – design review based on failure modes – eingesetzt.

Risikoanalyse

Die Risikoanalyse dient dazu, die Auswirkungen auf den Zeitplan und auf das Budget sowie Qualitäts- und Leistungseinschränkung im Zielergebnis zu bewerten. Eine sinnvolle Betrachtung berücksichtigt zudem die Eintrittswahrscheinlichkeit, das Gewicht, das wahrscheinliche Schadensausmaß und auch die Interdependenz der Risiken bzw. der Risikofaktoren.

Sogenannte „Showstopper“, d.h. Risiken, die den Erfolg des gesamten Vorhabens gefährden, sollten gesondert betrachtet und bewertet werden.

Massnahmendefinition

Unterschieden werden zum einen Massnahmen zur Risikodetektion und –verfolgung, zum anderen Massnahmen zur Risikobegrenzung

Risikodetektion und –verfolgung: Risikoindikatoren dienen dazu, alle beschriebenen Risiken zu verfolgen um möglichst früh das beginnende Eintreten eines Risikos zu erkennen. Werden zulässige Grenzwerten der Risikoindikatoren überschritten, führt dies zur Einleitung der Begrenzungsmassnahmen.

Zur Risikobegrenzung werden stehen mehrere Möglichkeiten zur Wahl: Risikovermeidung, Risikoprävention, Risikobegrenzung und Akzeptanz des (Rest-)Risikos

Risikovermeidung- das Vorhaben wird aufgegeben.

Risikoprävention – das Vorhaben wird durchgeführt, Präventions- und Eindämmmassnahmen dienen dazu, die Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts und / oder die Risikofolgen auf ein erträgliches, akzeptables Mass zu reduzieren.

Risikobegrenzung – das Vorhaben wird durchgefĂĽhrt, die Kosten und Folgen der Risiken werden breit gestreut und/ oder limitiert.

Akzeptanz des Restrisikos – das Vorhaben wird durchgeführt, ein trotz der Präventivmassnahmen verbleibendes Restrisiko wird akzeptiert und beobachtet. Durch finanzielle, personelle und zeitliche Rückstellungen wird versucht, den erwarteten Schaden abzupuffern. Vielfach erfolgt dies auf Basis der Ergebnisse einer Risiko-Nutzen-Analyse, z.B. wenn die Kosten der Risikoreduzierung höher sind als die erwarteten Schadenskosten.

RisikoĂĽberwachung

Die identifizierten Risiken werden regelmäßig überwacht und aktualisiert, die Bewertungen angepasst. Bei Risikoeintritt werden die jeweiligen Massnahmen eingeleitet und deren Wirksamkeit sowie sonstige Erfahrungen dokumentiert.
Ergänzend dazu werden neu auftretende oder erkannte Risiken dokumentiert und wie oben beschrieben bearbeitet.

Risikomanagement ist ein ganzheitlicher Ansatz. Wir betrachten Produkt und Prozess als gleichwertig. In beiden Fällen identifizieren wird mit den jeweils am besten geeigneten Methoden und Werkzeuge abhängig von der Zielsetzung und Aufgabenstellung gemeinsam mit Ihnen und Ihren Mitarbeitern die Risiken und bewerten diese. Wir trainieren Ihre Mitarbeiter in den Methoden wie z.B. FMEA oder Prozessanalyse und erarbeiten gemeinsam mit Ihnen die erforderlichen Massnahmen.

Moderne Visualisierungs- und Moderationstechniken helfen, Risiken aufzudecken, das Bewußtsein der Mitarbeiter für mögliche Folgen und Konsequenzen zu öffnen. Dadurch steigt auf allen Unternehmensebenen die Akzeptanz für das Risikomanagement und die Bereitschaft zur Durchführung präventiver Massnahmen.

Alle Seminare von A-Z

0-99
5S Seminare (Ordnung & Sauberkeit) 
8D Methode / Report 

A
APQP – Advanced Product Quality Planning and Control Plan
Automotive Core Tools

D
DRBFM – Design Review Based on Failure Mode (Kreative FMEA von Toyota)

F
FMEA (Überblick aller Seminare & Ausbildungen) 

FMEA Basiswissen (Fehler Möglichkeits- und -Einfluss Analyse) 
FMEA Basiswissen Kompaktseminar/FMEA für Führungskräfte 
FMEA Automotive nach VDA / AIAG 
FMEA VDA / AIAG Update Seminar 
FMEA Moderatoren Ausbildung
FMEA Koordinator
FMEA Auditor | FMEA Potentialanalyse
FMEA Webinar

H
HACCP Seminare (Hazard Analysis and Critical Control Points)

I

IFS Food & Interner Auditor
Innovationsmanagement 
Interner Auditor ISO 9001
ISO 26262 / FuSi – Funktionale Sicherheit Road Vehicle - Functional Safety

K
KATA Seminare ( Verbesserungskata) 
Kreativitätstechniken Workshop
KVP (Ăśbersicht)
KVP Basiswissen / KVP Core Tools 1
 
KVP Moderator/ KVP Moderatorenausbildung
KVP Core Tools 2
KVP Koordinator/ KVP Koordinatorenausbildung

L
Lean Management

M
MSI - Multisensorische Ideenentwicklung

P
Patentumgehung 
PPAP und PPF - Serienteilfreigabe in der Automobilindustrie
Problemlösungsmethoden
Produktaudit (VDA 6.5)– Qualifizierung zum Produktauditor
Prozessaudit (VDA 6.3)– Qualifizierung zum Prozessauditor
Produktkosten methodisch und effizient senken
Poka Yoke (Fehlervermeidung) 

Q
QFD ( Quality Function Deployment)
Qualitätsmanagement 
Qualitätsmanagement (QM) Basiswissen
Qualitätsmanagement Beauftrager Ausbildung (QMB)
QM Revision ISO 9001:2015 Update Training

R
Reklamationsmanagement
Risikomanagement

S
Shopfloor Management
Six Sigma Ausbildungen
SPC - Grundlagen der statistischen Prozessregelung

T
TRIZ ( Theorie des erfinderischen Problemlösens)
TWI ( Training within industry)

U
Umweltmanagement 
Umweltmanagement ISO 14001
Umweltmanagement-Beauftragter (UMB)

V
VDA / AIAG FMEA Update Seminar
VDA 6.3 Prozessaudit – Qualifizierung zum Prozessauditor
VDA 6.5 Produktaudit – Qualifizierung zum Produktauditor

W
Wertanalyse

 

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