Ursache-Wirkungs-Analyse oder Root-Cause-Analysis dient dazu, alle möglichen und denkbaren Ursachen für ein Problem zu finden. Als Hilfsmittel zur Visualisierung benutzen wir Mindmapping-Software zur Erarbeitung des Fischgrät-Diagramms (Ishikawa-Diagramm).

Vorteile

– schnelle, systematische Eingrenzung möglicher Fehlerursachen

– Visualisierung des vorhandenen Wissens bzw. von Wissenslücken

– nachvollziehbare Darstellung der Wirkzusammenhänge

– einfache Ableitung von Abhilfemassnahmen

 

Vorgehensweise

Die Ursachenanalyse sollte bevorzugt in einem Team von 4 – 6 Teilnehmern erfolgen und kann z.B. Teil eines KVP-Workshops sein. Die Vorgehensweise “5W-6M” ist recht einfach:

1. 5x “Warum” fragen

2. Antworten strukturieren nach 6 M´s

3. Vervollständigung der Wissenslücken

4. Bewerten der Ursachen nach Plausibilität

5. Massnahmen definieren und einleiten

Zunächst wird hinterfragt, warum der Fehler aufgetreten ist. “Warum ist der Fehler aufgetreten? ” … Weil … Diese Antwort wird erneut mit “Warum” hinterfragt.

Erfahrungsgemäß führt bereits die  5te Warum-Frage den Fragenden auf die Merkmalsebene, erkennbar daran, dass diese Merkmale meßbar und damit direkt beeinflussbar sind. Es ist wichtig, die Merkmalsebene zu erreichen, da sich nur hier wirksame Massnahmen definieren lassen.

Die Antworten zu den Merkmalen werden nach den typischen Ursachenthemen mit Hilfe der “6M´s” strukturiert.

Die 6 M´s sind

• Mensch

• Material

• Maschine

• Messung

• Milieu (oder Mutter Natur)

• Methode

Die M´s lassen sich nochmals verfeinert aufteilen. So kann beispielsweise bei einem Fehler, den “Mensch” verursacht, es daran liegen, dass Qualifikation, Verfügbarkeit, Kapazität oder der gesundheitliche Zustand ursächlich waren.

Zur Visualisierung und Strukturieren arbeiten wir sehr häufig mit Mindmapping-Software + Beamer. Es wird dann sofort für alle Teilnehmer im Workshop erkennbar, ob für alle M´s denkbare Ursachen gefunden wurden.  Unvollständige M´s und Wissenslücken werden so im wahrsten Sinne des Wortes offensichtlich.

Es folgt eine Bewertung der gefundenen Ursachen z.B. mit einer Ampel:

• Rot:   = Kritisch, sehr wahrscheinlich, sofort prüfen
• Gelb:  = Könnte sein, nach Rot prüfen
• Grün:  = unkritisch, unwahrscheinlich

Andere Bewertungsverfahren lassen sich natürlich ebenso verwenden.

Einschränkungen der Methode

Die Methode setzt voraus, dass das Produkt oder der Prozess mit allen Einflussfaktoren und Wirkzusammenhängen bekannt sind. In vielen Fällen ist dies so und man gelangt sehr schnell zu guten Ergebnissen. Kommt man nicht zum Erfolg, z.B. bei Problemen, die schon länger existieren und die sich trotz einer Bearbeitung mit unterschiedlichen Teams bisher einer Lösung widersetzt haben, setzen wir AFD, die bewertende Funktionsanalyse und TRIZ ein.

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