Spaghetti-Diagramm Definition

Ihre Kollegen aus der Produktion haben einen großen Werkzeugkasten mit dem sie u.a. Verschwendung im Produktionsablauf erkennen und auch eliminieren können. Auch im Bereich des Qualitätswesens gibt es genug Verschwendung, denken Sie hier z.B. an die Organisation der Laufwege Ihrer Mitarbeiter bei der Probennahme? Oder bei Auditierungen – wie erfolgt das Ablaufen der einzelnen Betriebsbereiche mit dem Audit-Team? Ein Werkzeug zur Analyse von Laufwegen stellt das SpaghettiDiagramm dar. Die Anwendung dieses Werkzeugs ist leicht zu erlernen und gleichermaßen leicht anwendbar.

Das Spaghetti-Diagramm und seine Ziele

Originär dient das Spaghetti-Diagramm der Visualisierung von Arbeitsabläufen und Materialflüssen, um in ihnen Verschwendung aufzudecken. Sie können mit dem Diagramm anschaulich die beiden Verschwendungsarten „Transportieren“ und „Bewegung“ darstellen.

Sie erstellen das Diagramm, indem Sie in einem bestimmten Layout (z.B.
Produktionsbereich oder komplettes Werk) den von einem bestimmten Mitarbeiter bei einer Aufgabendurchführung oder von einem Werkstück während eines Produktionsprozesses zurückgelegten Weg in Form von Linien eintragen. Der optische Eindruck der dargestellten (Lauf-)Wege gibt Ihnen anschließend Rückschlüsse auf die Organisation der jeweiligen Prozesse. Je voller der dabei entstandene „Spaghettiteller“ ist, also je verworrener die Linien auf Ihrem Layout angeordnet sind, desto mangelhafter ist Ihre Arbeitsplatzorganisation, desto mehr (oft überflüssige) Wege bzw. unproduktive Prozessabläufe haben Sie gerade visuell dargestellt.

Spaghetti-Diagramme dienen Ihnen also:

  • zur Visualisierung zurückgelegter Wege im Arbeitsablauf.
  • zur Verkürzung von Laufwegen und damit zur Vereinfachung von Prozessen.
  • zum Erkennen und anschließendem Verringern der beiden Verschwendungsarten „Transportieren“ und „Bewegung“.
  • zur Verbesserung bestimmter Produktions- oder Betriebslayouts Anwendungsbereiche des Spaghetti-DiagrammsErarbeiten Sie Spaghetti-Diagramme für solche Prozesse, in denen Ihre Mitarbeiter Wege zurücklegen müssen. Die Darstellung der Laufwege erfolgt zwar bezogen auf bestimmte Bereiche wie:
  • Fertigungshallen,
  • Produktionsanlagen,
  • Labor oder
  • Lager,die Darstellung folgt jedoch immer den Prozessen, beispielsweise
  • Fertigungsprozessen (dem Material- oder Informationsfluss folgend, z.B. zur Optimierung von Fertigungszellen),
  • Rüstvorgängen (den Laufwegen von Einrichtern folgend, z.B. zur Reduzierung von Rüstzeiten) oder
  • Prüfvorgängen (den Laufwegen von Auditoren folgend, z.B. für 5S-Audits)


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