Wie produktives Arbeiten im Home-Office funktioniert


Die Corona-Pandemie sorgte für einen enormen Digitalisierungsschub. So war das Home-Office vor diesem Ereignis kaum in deutschen Unternehmen präsent. Die Verantwortlichen befürchteten durch die fehlende Überwachung massive Produktivitätseinbußen, wurden aber eines Besseren belehrt. Nachdem in Folge mehrerer Lockdowns der Umstieg auf das Home-Office alternativlos geworden war, zeigten Studien, dass die befürchteten Effekte ausgeblieben sind.

In einer gemeinsamen Erhebung des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) und der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) gaben nach der Pandemie vier von zehn Unternehmern an, dass die Produktivität der Arbeitnehmer im Home-Office gestiegen sei. Fünf von zehn Unternehmer hielten sie für gleichbleibend und nur ein Entscheider von zehn stellte eine sinkende Arbeitseffizienz fest.

Tipps für mehr Effizienz im Home-Office

Damit haben die Beschäftigten in Deutschland den Stresstest bestanden und die Weichenstellung für einen weiteren Ausbau des Home-Office besiegelt. Freiberufler, deren heimischer PC ihre Arbeitsgrundlage ist, strömen ebenfalls ins Home-Office. Nach Angaben von Statista hat sich die Anzahl der Selbstständigen seit 1992 fast verdreifacht. Sie lag im Jahr 2022 bei 1,471 Millionen. Mit dem Siegeszug des Home-Office wächst der Bedarf nach Methoden zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität. Mit unseren Tipps möchten wir Beschäftigte und Freiberufler bei diesem Streben unterstützen.

Ergonomie am Arbeitsplatz

Stundenlanges Sitzen im Büro erhöht die Notwendigkeit für ergonomische Arbeitsgeräte wie einen geeigneten Arbeitstisch und Arbeitsstuhl. Der Stuhl sollte zunächst eine aktive Arbeitsweise durch eine Wippmechanik und Rollen erfüllen und sich vom Arbeiter leicht in die gewünschte Position bringen lassen. Eine dynamische Armlehne sorgt ebenso für Entlastung wie eine bequeme Rückenlehne, die als Lordosenstütze der natürlichen Krümmung der Wirbelsäule nachempfunden ist. Bequem und federnd hat die Polsterung zu sein, während der Arbeitstisch ebenso wie der Stuhl höhenverstellbar ist und ausreichend Platz bietet. Auf ergolutions.de finden Sie, was Sie dafür brauchen!

Arbeiten nach Biorhythmus

Zugegeben, im Internet kursieren Ratschläge für das Home-Office, in denen die Werktätigen dazu ermuntert werden, das Arbeitsmodell von 8.00 bis 17.00 Uhr mit einer langen Mittagspause auf das Home-Office zu übertragen. Das mag dem ein- oder anderen helfen. Wir geben aber zu bedenken, dass man sich damit des Vorteils der flexiblen und selbstbestimmten Arbeitsweise entledigt, auch wenn eine Entzerrung des Arbeitstages zweifellos eine weitere Verschmelzung von Arbeit und Freizeit mit sich bringt.

Lösen können wir dieses Problem mit unserem Alternativvorschlag freilich nicht. Dennoch bietet das Home-Office die Möglichkeit, das berüchtigte Mittagstief zu umgehen und nach den Erfordernissen seines individuellen Biorhythmus zu arbeiten, damit sich die Phasen gezielt ausnutzen lassen, in denen man am produktivsten ist. So kommen Lärchen wie auch Eulen zu ihrem Recht.

Ausgleich hat viele Gesichter

Es gibt die Berufstätigen, welche die Einsamkeit im Home-Office zu schätzen wissen und das ständige Zusammenleben mit Kollegen aus verschiedenen Gründen nicht mögen. Diese befinden sich aber in einer Minderheit. So kam in einer Studie des OECD Global Forum on Productivity heraus, dass acht von zehn im Home-Office beschäftigten Teilnehmern nicht nur das Verschwimmen von Arbeit und Freizeit beklagen, sondern auch mangelnde Sozialkontakte.

Unumstritten ist ferner der Mangel an Sport und Bewegung durch andauernde Hausarbeit, was zum Entstehen zahlreicher Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Rücken- und Nackenschmerzen, Schlaflosigkeit und Depression führt. Um das zu vermeiden, empfehlen wir, sich tagsüber ausreichend und am besten an der frischen Luft zu bewegen. Wer mehr Sozialkontakte benötigt, sollte seinen Freundeskreis weiter pflegen. Außerdem können Coworking-Spaces die Vereinbarkeit von Arbeit und sozialem Leben unterstützen. Gesunde Ernährung trägt ebenfalls zum Erhalt von Gesundheit und Arbeitskraft bei.

Aufteilung des Arbeitstages in überschaubare produktive Einheiten

Motivationsprobleme sind ganz natürlich und Zuhause fehlt der extrinsische Druck durch Kollegen und Vorgesetzte. Ein bewährter Tipp für solche Phasen besteht darin, sich die Tätigkeit für eine überschaubare Zeit von zum Beispiel 20 Minuten vorzunehmen. In vielen Fällen ist man daraufhin wieder im Arbeitsrhythmus. Grundsätzlich hilft es, den Arbeitstag in kleinere Einheiten aufzuteilen, in denen man konzentriert durcharbeitet und Ablenkungen wie durch das Handy meidet. Mitbewohnern und der Familie sollte zudem deutlich gemacht werden, dass man während der Arbeit nicht gestört werden möchte.

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