Qualitätssteigerung der Arbeitszeit: Effektiver statt mehr arbeiten


Im Geschäftsalltag wird der enge Zusammenhang der Qualitätsentwicklung und der Arbeitszeit häufig vernachlässigt − leider. Oft führt dies nämlich dazu, dass die Diskussionen rund um das Thema Arbeitszeit ausschließlich aus einer rechtlichen Perspektive stattfinden. Kommt hier jedoch auch die Qualitätsentwicklung ins Spiel, kann das Thema wesentlich ganzheitlicher bearbeitet werden.

Doch wie hängen Arbeitszeit und Qualitätssteigerung eigentlich zusammen und welche Tipps sollten konkret beachtet werden, um bei der Arbeitszeit eine Qualitätssteigerung zu erreichen?

Mit welchen Maßnahmen lässt sich die Arbeitszeitqualität steigern?

Wird die Qualität der Arbeitszeit in einem Unternehmen verbessert, profitieren davon alle Beteiligten in hohem Maße. So steigen etwa die Mitarbeiterzufriedenheit und ihre Produktivität. Daneben verringert sich die Mitarbeiterfluktuation.

Um in den Genuss dieser Vorteile zu kommen, muss vor allem das Bewusstsein in den Mitarbeitern gestärkt werden, dass sie ihre Arbeit selbstständig verbessern können und dass ihre Arbeitszeit von großer Bedeutung ist. Dies gelingt beispielsweise, indem ihnen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Arbeitszeit selbständig und zu planen und ihre Aufgaben flexibel zu priorisieren. Sie können ihren Arbeitstag dadurch wesentlich selbstbestimmter kontrollieren, wovon vor allem ihre Konzentration profitiert.

Die Aufgabe der Unternehmensführung besteht darin, Prozessoptimierungen zu realisieren und so die Anzahl an eigentlich unnötigen Aufgaben so weit wie möglich zu reduzieren. Sinnvoll ist es außerdem, flexible Arbeitszeitmodelle einzuführen. Diese können beispielsweise vorsehen, dass die Mitarbeiter an einigen Tagen im Monat aus dem Homeoffice arbeiten können.

Zudem ist es wichtig, dass die Unternehmen von ihren Mitarbeitern regelmäßig Feedback einholen, etwa in Form von Umfragen. Auf diese Weise können sie herausfinden, ob die angestrebten Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung der Arbeitszeit tatsächlich den gewünschten Effekt haben und wo noch Optimierungspotenziale liegen.

So zeigt sich, dass sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber gefordert sind, wenn sie die Arbeitszeitqualität steigern möchten. Im Mittelpunkt sollte bei allen Bemühungen stehen, dass sich die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen, ohne dass darunter die Effizienz ihrer Arbeit leidet.

Welche Rolle spielt die Erfassung der Arbeitszeiten?

In dem Zusammenhang mit den Arbeitszeiten in Unternehmen darf natürlich auch die Pflicht zur Aufzeichnung der geleisteten Zeiten nicht vernachlässigt werden. Von dieser Pflicht sind auch Modelle wie mobiles Arbeiten oder Vertrauensarbeitszeit-Konzepte heute nicht mehr ausgenommen.

Zwar muss die Dokumentation nicht zwingend auf digitalem Weg erfolgen, allerdings sorgt die elektronische Aufzeichnung für überzeugende Vorteile. Diese stellt beispielsweise sicher, dass die Vorgaben der geltenden Datenschutzgesetze zu jeder Zeit eingehalten werden. Zudem reduziert sich der administrative Aufwand maßgeblich.

Mit Hilfe von digitalen Systemen zur Zeiterfassung, welche die Mitarbeiter selbstständig bedienen können, lässt sich außerdem von der veralteten “Stechuhr-Mentalität” abweichen. Auch dies führt zu dem Gefühl einer höheren Selbstwirksamkeit der Mitarbeiter und einer daraus resultierenden höheren Zufriedenheit und Motivation. Ihre Arbeitszeitqualität steigt. Zeitgemäße Lösungen für eine präzise Zeiterfassung finden Interessierte beispielsweise hier.

Die Länge der Arbeitszeit ist nicht entscheidend

In der Vergangenheit wurde gemeinhin angenommen, dass der Unternehmenserfolg vor allem davon abhängt, wie lange die Mitarbeiter arbeiten. Allerdings gilt diese Annahme heute nicht mehr als zeitgemäß. Es geht vielmehr darum, dass die Arbeitszeit bestmöglich ausgenutzt wird. Ein Beispiel dafür stellt die aktuell viel diskutierte Vier-Tage-Woche dar.

Unternehmen, die sich auch heute nur starr an der Länge der Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter orientieren, müssen mit negativen Effekten rechnen. Beispielsweise steigt durch unmotivierte und unzufriedene Mitarbeiter das Risiko für Fehler und Unfälle maßgeblich an. Es geht somit vor allem darum, die Loyalität und Motivation der Mitarbeiter mit Hilfe von geeigneten Maßnahmen zu steigern. Dies äußert sich dann letztendlich in einer höheren Arbeitsqualität.

Die Prozesse des Zeitmanagements sollten aus diesem Grund möglichst flexibel ausfallen, sodass die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter im Hinblick auf ihre Arbeitszeiten berücksichtigt werden können.

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