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Mehr Produktivität am Arbeitsplatz: So wird das Homeoffice zum Erfolg

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Ganz gleich, ob angestellt oder selbstständig – für die meisten Berufstätigen spielt am Arbeitsplatz ihre Produktivität die größte Rolle. Denn laut TK-Stressstudie machen das hohe Arbeitspensum und der Termindruck den Deutschen im Beruf am meisten Stress. Auch im Home-Office wollen deshalb die anliegenden Aufgaben möglichst effizient erledigt werden. Doch wie funktioniert das in Eigenregie und ohne soziale Kontrolle?

Aufgaben sinnvoll planen

Sich morgens einfach an den Schreibtisch setzen und warten, was der Arbeitstag so bringt – das ist die Garantie für fehlende Ergebnisse und Stress am Feierabend. Wer Aufgaben konzentriert und schnell in die Tat umsetzen will, braucht einen Fahrplan für den Arbeitstag. Ein gutes Zeitmanagement spielt dabei eine wichtige Rolle, wobei es einige Hilfsmittel gibt, dies zu erreichen. Die folgenden Systeme können dabei helfen:

  1. „Den größte Frosch zuerst“

Diese Methode eignet sich für Menschen, die sich nicht gern an viele Regeln halten und Gefahr laufen, Dinge auf die lange Bank zu schieben. Unangenehme Aufgaben verschieben diese Kandidaten im Home-Office besonders gern, weil ihnen in puncto Zeitmanagement niemand über die Schulter schaut. Abhilfe schafft hier eine simple Strategie: Am Feierabend wird die schwierigste bzw. unerfreulichste Aufgabe für den folgenden Arbeitstag notiert und man verpflichtet sich, sie gleich zu Beginn des nächsten Arbeitstages zu erledigen. Wer diese 1-Punkt-To-Do-Liste erfolgreich erledigt hat, spürt unmittelbar die Erleichterung und ist motiviert, zeitnah auch die leichteren Aufgaben anzugehen.

  1. To-Do-Listen konstruktiv formulieren

Fast jeder sammelt sie, doch kaum einem Berufstätigen helfen sie: die berühmten To-Do-Listen. Ein Grund, aus dem sie immer länger werden, sind falsche Formulierungen. Wir neigen dazu, knappe Stichpunkte aufzuschreiben, z.B. „Kunde X“ oder „Projekt Y“. Das sind keine Aufgaben, sondern lediglich Erinnerungshilfen an umfangreiche Aufgabengebiete. Besser: Sich die großen Gebiete vornehmen und in kleinteilige Aufgaben gliedern. Handelt es sich bei dem Projekt beispielsweise um das Schreiben eines 10-seitigen Berichts, könnte der erste Punkt einer To-Do-Liste lauten: Recherchematerial von [Name der Website] herunterladen und lesen. Punkt 2: Inhalt in den 5 wichtigsten Punkten zusammenfassen. Wer seine To-Do-Listen so formuliert, hat häufig die Gelegenheit, Punkte abzuhaken und bleibt motiviert bei der Sache.

  1. Pomodoro-Technik

Die Arbeitstechnik, die Francesco Cirillo in den 1980er Jahren erfand, ist in Zeiten der digitalen Ablenkungen umso effektiver. Gearbeitet wird mit einem mechanischen Küchenwecker oder einem digitalen Timer. Die Strategie: Der Arbeitende stellt die Uhr auf eine Zeitspanne ein, in der er sein maximales Konzentrationslevel gut aufrechterhalten kann und widmet sich in dieser Zeit nur einer Aufgabe, ohne sich ablenken zu lassen. Fachleute schlagen hier vor, etwa 25 Minuten zu arbeiten, um dann eine 5-minütige Pause einzulegen. Diese Sequenz lässt sich dreimal wiederholen, bevor eine längere Pause von 20 bis 30 Minuten nötig ist. Wer den Wechsel von Konzentrations- und Entspannungsphasen diszipliniert einhält, merkt schnell, wie die Produktivität steigt und die To-Do-Liste immer kürzer wird.

Ablenkungen ausschalten

Auf Platz 3 der größten Stressfaktoren im Beruf stehen für die Mehrheit der Deutschen „Störungen und Unterbrechungen“. Weil die oft von den lieben Kollegen ausgehen, atmen viele im Home-Office erst einmal erleichtert durch: „Endlich in Ruhe arbeiten können!“ Doch am heimischen Arbeitsplatz lauern ganz andere Ablenkungen, die unsere Produktivität erheblich mindern. So lassen sie sich abschalten:

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Gutes Energiemanagement

Das körperliche Energielevel beeinflusst unsere Arbeit erheblich – so haben Forscher festgestellt, dass die Härte eines Gerichtsurteils mit dem sinkenden Blutzuckerspiegel des Richters korreliert. Zwar treffen Arbeiter im Home-Office selten derartig folgenschwere Entscheidungen für ihre Mitmenschen – doch ihr Energiepegel bestimmt maßgeblich ihre Effizienz und Produktivität. Das kann man tun:

Bildquelle: @ Goffkein – 313424109 / Adobe Stock

Fazit: Produktivität im Homeoffice ist keine Zauberei

Mehr Produktivität – diese Forderung stellen nicht nur unzufriedene Chefs an ihre Mitarbeiter, sondern die meisten Berufstätigen an sich selbst. Kein Wunder, denn das Gefühl, etwas geschafft zu haben, ist und bleibt der größte Motivator bei der Arbeit. Kluges Zeitmanagement und simple Entspannungstechniken helfen dabei, es leichter zu erreichen und mehr Spaß bei der Arbeit zu haben.

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