QFD Definition

Namensgebung

Der Name des Quality Function Deployment entstammt dem Japanischen. Ausgehend vom Original Hin Shitsu (品質) (Qualität, Güte, Beschaffenheit, Merkmale, Attribute, Features), Ki Nō (機能) (Funktion), Kai Ten (開展) (Darstellung, Aufstellung, Entwicklung) ist eine Übersetzung als “Merkmal-Funktions-Darstellung” treffend. In diesem Artikel wird der englische Begriff verwendet, da QFD mittlerweile zu einem eigenständigen Begriff geworden ist.

Vorgehensweise

Nach einer erfolgreichen Strukturierung und Gewichtung von Eingangsdaten in die Matrizen des Quality Function Deployment durch Baumdiagramme oder andere Managementwerkzeuge werden existente Verknüpfungen von Zeilen und Spalten dargestellt. Die Wertung der Verknüpfungen ist üblicherweise in “gar nicht”, “schwach”, “mittel” und “stark” eingestuft.

Die angesprochenen Daten werden durch eine QFD-typische WAS-WIE-Fragestellung folgendermaßen angeordnet:

Einfaches Korrelationsprinzip

Für Forderungen auf der Zeilenebene gelten die Fragen: “WAS braucht der Kunde?, WAS will er haben?, WAS wird benötigt?, WAS ist für alle sinnvoll?, WAS soll erreicht werden?,…” Die Fragestellungen der Qualitätsmerkmale auf Spaltenebene sind: “WIE bekommt man es?, WIE stellt man es her?, WIE setzt man es ein?, WIE soll das erreicht werden?,…”

Die QFD-Matrizen lassen sich mit diesen Fragestellungen überall dort einsetzen, wo sich Schnitt- oder Übergabestellen befinden. Die weiterführenden Tabellen sind aufbereitete Informationen – Gewichtungen von Listeneigenschaften oder Vergleiche -, die je nach Bedarf neu entwickelt oder von bestehenden Matrizen übernommen werden. Eine häufig genutzte Funktion ist die Korrelation mit sich selbst, durch die Widersprüche sehr gut erkannt werden können.

Durch die Darstellung der Informationen in gewichteten Listenfeldern und durch Korrelation der Felder besitzt QFD verschiedene vorteilhafte Anwendungsmöglichkeiten:

  • Aufbereitung und klare Darstellung von Daten in den Feldern;
  • Aufzeigen von Abhängigkeiten und Einflüssen durch die Korrelation;
  • Darstellung von Zielkonflikten durch Angaben der Korrelation und der weiterführenden Tabellen.

Die angewandte Gewichtung und Korrelation kann von relativ einfacher Mathematik bis hin zu komplizierten Algorithmen gehen. Meist werden die Zeilenebenen mit den Korrelationen (gar nicht = 0; schwach = 1; mittel = 3; stark = 9) multipliziert und die Werte pro Spalte addiert. Eine Normierung auf maximal mögliche Werte zeigt die relativen Werte auf.

 

Mögliche Probleme und Schwierigkeiten bei der Verwendung von QFD

  • Projekt war das erste QFD-Projekt (QFD muss erlernt werden)
  • Fehlende Kompetenz von Projekt- und Teamleiter
  • Um konkurrierende Abteilungsinteressen koordinieren zu können bedarf es eines Machtpromoters
  • Abbruch, da der Aufwand unterschätzt wurde
  • Qualitätstabelle wird zu groß durch Versäumen der rechtzeitigen Reduktion der Umfänge
  • Mangelnde Kunden- und Anwenderinformationen
  • QFD soll nicht zur Entwicklung völlig neuer Produkte verwendet werden

Mögliche Vorteile bei der Verwendung von QFD

  • Ergebnisse hoher Qualität
  • Schwierige Anforderungen, Zielkonflikte werden frühzeitig identifiziert
    • dadurch: besserer Ressourceneinsatz
    • dadurch: Beschleunigung der Entwicklungszeit
    • dadurch: Kostenreduktionen möglich
  • Optimale Abdeckung der Kundenanforderungen (kundenorientiert)
  • Der Entwurf ist von hoher Qualität, daher können später Änderungen vermieden werden (ansonsten Kostenexplosion vgl. „Rule of Ten“)
  • Integration aller beteiligten Bereiche, Verbesserung der Zusammenarbeit
  • Zusammenhänge werden dokumentiert
  • Entscheidungen werden nachvollziehbar

 

Weblinks

Alle Quellenangaben finden Sie unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Quality_Function_Deployment


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