Overhead Value Analysis


Overhead Value Analysis

Gemeinkostenanalyse: Ein systematischer Ansatz zur Kostenoptimierung


Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt mit der Produktion oder dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen in Verbindung gebracht werden können. Sie umfassen beispielsweise Kosten für Verwaltung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Betriebskosten.

Overhead Value Analysis Definition

Die Overhead Value Analysis (OVA) ist ein systematisches Verfahren zur Senkung der Gemeinkosten eines Unternehmens. Sie wurde von der Unternehmensberatung McKinsey entwickelt und wird in der Praxis von vielen Unternehmen erfolgreich eingesetzt.

Overhead Value Analysis

Overhead Value Analysis

Aufbau

Die OVA besteht aus vier Schritten:

  1. Identifizierung der Gemeinkosten: In diesem Schritt werden alle Gemeinkosten des Unternehmens identifiziert und erfasst.
  2. Bewertung der Gemeinkosten: In diesem Schritt werden die Gemeinkosten bewertet, um ihre Wertschöpfung zu ermitteln.
  3. Priorisierung der Gemeinkosten: In diesem Schritt werden die Gemeinkosten priorisiert, um die Maßnahmen zur Senkung der Kosten zu fokussieren.
  4. Implementierung von Maßnahmen: In diesem Schritt werden die Maßnahmen zur Senkung der Gemeinkosten implementiert.

Ziele

Die Ziele der OVA sind:

  • Die systematische Senkung der Gemeinkosten
  • Die Steigerung der Wertschöpfung des Unternehmens
  • Die Verbesserung der Effizienz und Effektivität der Unternehmensabläufe

Vorteile

Die OVA bietet eine Reihe von Vorteilen für Unternehmen:

  • Sie kann zu einer erheblichen Senkung der Gemeinkosten führen.
  • Sie kann die Wertschöpfung des Unternehmens steigern.
  • Sie kann die Effizienz und Effektivität der Unternehmensabläufe verbessern.

Beispiel

Das folgende Beispiel zeigt, wie die OVA in einem Unternehmen eingesetzt werden kann:

Ein Unternehmen hat folgende Gemeinkosten:

  • Personalkosten: 100.000 €
  • Mietkosten: 50.000 €
  • Energiekosten: 25.000 €
  • IT-Kosten: 20.000 €

Im ersten Schritt der OVA werden diese Gemeinkosten identifiziert und erfasst. Im zweiten Schritt werden sie bewertet, um ihre Wertschöpfung zu ermitteln. Dabei wird festgestellt, dass die Personalkosten den größten Anteil an den Gemeinkosten haben und einen hohen Wertschöpfungsgrad aufweisen. Die Mietkosten haben einen geringen Anteil an den Gemeinkosten und einen geringen Wertschöpfungsgrad. Die Energiekosten und IT-Kosten haben einen mittleren Anteil an den Gemeinkosten und einen mittleren Wertschöpfungsgrad.

Im dritten Schritt werden die Gemeinkosten priorisiert. Dabei wird festgestellt, dass die Mietkosten die größte Senkungspotenzial haben. Die Personalkosten haben ein geringeres Senkungspotenzial, aber einen hohen Wertschöpfungsgrad. Die Energiekosten und IT-Kosten haben ein mittleres Senkungspotenzial.

Im vierten Schritt werden Maßnahmen zur Senkung der Gemeinkosten implementiert. Im Fall der Mietkosten kann das Unternehmen zum Beispiel einen neuen Mietvertrag mit einer niedrigeren Miete abschließen. Im Fall der Personalkosten kann das Unternehmen zum Beispiel Stellen abbauen oder die Produktivität der Mitarbeiter steigern. Im Fall der Energiekosten kann das Unternehmen zum Beispiel energieeffizientere Geräte einsetzen. Im Fall der IT-Kosten kann das Unternehmen zum Beispiel Cloud-Computing nutzen oder den IT-Support auslagern.

Durch die Umsetzung der Maßnahmen zur Senkung der Gemeinkosten kann das Unternehmen die Gemeinkosten um 20 % senken. Dies entspricht einer Einsparung von 20.000 €.