Six Sigma – sind 30 Jahre genug?

Die Antwort ist Nein. Lesen Sie in dieser Beitrags-Serie, warum. Six Sigma wurde 1986 von Motorola (USA) als Programm zur Qualitätssteigerung entwickelt. Zahlreiche, vor allem US-Amerikanische Konzerne haben die Idee übernommen. General Electric erweiterte die Anwendung der ursprünglich für produzierende Unternehmen entwickelten Methode auf den Dienstleistungsbereich und trug durch die konsequente und erfolgreiche Anwendung im gesamten Unternehmen Mitte der 90er-Jahre dazu bei, dass Six Sigma globale Bekanntheit erlangte. Heute wird Six Sigma weltweit von jedem 3. Unternehmen praktiziert.

Was hat es nun mit dieser Methode auf sich, und woher kommt der Name? Der Begriff „Six Sigma“  beschreibt ein statistisches Qualitätsziel. Bei einem Six Sigma-Prozess entspricht der Abstand vom Prozessmittelwert zu jeder der Spezifikationsgrenzen 6-mal der Standardabweichung (Sigma) des Prozesses. Langfristig wird so in 99,99966 % der Fälle die Kundenspezifikation eingehalten.

Der Name trägt schon zwei zentrale Aspekte von Six Sigma in sich. Erstens: die Fokussierung auf den Prozess – jedes Produkt, jede Dienstleistung stammt aus einem Prozess, und diesen gilt es zu optimieren. Zweitens: der hohe Stellenwert der Datenanalyse und statistischen Auswertung, assoziiert durch den statistischen Begriff „Sigma“ für Standardabweichung.
Ein weiteres zentrales Element ist der strukturierte, phasenbasierte und werkzeugorientierte Ansatz, welcher eine systematische, stringente und nachhaltige Optimierung von Geschäftsprozessen ermöglicht. Ziel ist es, alle kritischen Kunden- und Businessanforderungen vollständig und profitabel zu erfüllen.

Neben Lean Management, welches die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet und auf strukturelle und organisatorische Verbesserungen abzielt, ist Six Sigma eines der wichtigsten qualitätsgetriebenen Verbesserungsprogramme. Eine Gemeinsamkeit mit Lean ist das Ziel, jegliche Verschwendung zu eliminieren. Der Hauptunterschied zu Lean ist die Betrachtungsebene: bei Six Sigma wird der einzelne Prozess im (oft auch technischen) Detail analysiert und optimiert. Die beiden Ansätze ergänzen sich somit optimal und werden daher oft zu Lean Six Sigma zusammengefasst.


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