Selbstorganisation


Selbstorganisation

Die Selbstorganisation bezeichnet die Fähigkeit eines Individuums, sich selbst zu leiten und zu steuern, um seine Aufgaben, Verpflichtungen und Ziele effizient zu verwalten und zu erfüllen. Dies erfordert eine Reihe von Kompetenzen und Fähigkeiten, einschließlich Planung, Priorisierung, Entscheidungsfindung und Flexibilität.

Planung

Eine der grundlegenden Komponenten der Selbstorganisation ist die Fähigkeit, Pläne zu erstellen. Dies umfasst die Identifizierung der Aufgaben, die erledigt werden müssen, die Abschätzung des Aufwands, der zur Fertigstellung jeder Aufgabe benötigt wird, und die Erstellung eines Zeitplans oder einer Roadmap, der/die diese Elemente berücksichtigt. Planung erfordert Vorhersehbarkeit und Strategie, da es wichtig ist, sowohl das „Was“ (die Aufgaben, die erledigt werden müssen) als auch das „Wie“ (die Methoden und Ressourcen, die zur Fertigstellung benötigt werden) und das „Wann“ (den optimalen Zeitpunkt für die Durchführung jeder Aufgabe) zu berücksichtigen.

Priorisierung

Die Fähigkeit, Aufgaben zu priorisieren, ist ein weiterer wichtiger Aspekt der Selbstorganisation. Priorisierung beinhaltet die Fähigkeit, zwischen Aufgaben zu wählen, basierend auf ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit. Dies erfordert Entscheidungsfähigkeit und oft auch den Mut, bestimmte Aufgaben aufzuschieben oder sogar zu eliminieren, um sich auf diejenigen zu konzentrieren, die den größten Einfluss auf die Erreichung der Ziele haben.

Entscheidungsfindung

Selbstorganisation erfordert auch die Fähigkeit, effektive Entscheidungen zu treffen. Dies beinhaltet die Bewertung von Optionen, die Berücksichtigung von Vor- und Nachteilen, die Vorhersage von Ergebnissen und die Auswahl des besten Kurses. Entscheidungsfindung ist ein kontinuierlicher Prozess, der sowohl bei der Erstellung von Plänen und Priorisierungen als auch bei der Anpassung und Änderung von Plänen, wenn dies aufgrund von Veränderungen oder unvorhergesehenen Umständen notwendig ist, eine Rolle spielt.

Flexibilität

Schließlich erfordert die Selbstorganisation Flexibilität. Trotz aller Planungen und Priorisierungen können unvorhergesehene Ereignisse oder Veränderungen dazu führen, dass Pläne angepasst oder geändert werden müssen. Die Fähigkeit, flexibel und anpassungsfähig zu sein, ist entscheidend, um auf diese Änderungen reagieren zu können, ohne dabei den Fokus auf die gesteckten Ziele zu verlieren.

Fazit
Insgesamt ist die Selbstorganisation eine komplexe Fähigkeit, die sowohl kognitive als auch emotionale Kompetenzen erfordert. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der persönlichen Produktivität und Erfolg und ist ein zentraler Bestandteil der Selbstregulierungskompetenz.

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Dezentralisierung & Selbstorganisation

Ein Fachgespräch  zwischen Niels Pfläging und Dr. Alexander Klier