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Prozesskennzahlen

Um das Thema Kennzahlen kommt kein Unternehmen herum. Um zielorientierte und möglichst richtige Entscheidungen treffen zu können sind aussagefähige Zahlen, Daten und Fakten zwingend erforderlich.

In Prinzip sind die Anforderungen an Kennzahlen recht einfach definiert. Diese sind:

  • Wirtschaftlichkeit
  • Grad der Standardisierung
  • Eindeutigkeit in der Definition, um Fehlinterpretation zu vermeiden
  • Flexibilität
  • Aktualität

Dabei gibt es die unterschiedlichsten Kennzahlen zu unterscheiden.

  • Absolute Kennzahlen (Grundzahlen), z.B. Umsatz, Jahresüberschuss
  • Gliederungszahlen (eine Teilmenge in Relation zu einer Gesamtmenge), z.B. 30% aller Produkte sind Fremdfertigung
  • Richtzahlen (Vergleichbarkeit herstellen), z.B. Bechmark
  • Indexzahlen (zeitlich oder räumlich getrennt), z.B. Effizienzsteigerung zum Vorjahr

Generell lassen sich Kennzahlen wie folgt einteilen:

  • Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
    • Vermögensstruktur, z.B. Anlagenintensität
    • Kapitalstruktur, z.B. Eigenkapitalquote
    • Liquiditätsanalyse, z.B. Liquidität 1. Grades
  • Erfolgswirtschaftliche Kennzahlen
    • Umsatzrentabilität
  • Personalwirtschaftliche Kennzahlen
    • durchschnittlicher Personalaufwand
  • Kennzahlen Marketing/ Vertrieb
    • Kundengewinnung
    • Auftragsgewinnungsquote
    • Anzahl Neukundengewinnung
  • Prozesskennzahlen
    • OEE = Verfügbarkeit x Effektivität x Qualitätsrate
    • Ausschussquote
    • Durchlaufzeit
    • Maschinenstillstände

Der OEE ist so gesehen eine der wichtigsten Prozesskennzahlen. Je höher der OEE, desto besser.

OEE

 

 

 

 

Planbelegungszeit

Hiermit ist die geplante Produktionszeit gemeint, also 24 Stunden x 7 Tage – geplante Ausfallzeiten (Wochenende, Betriebsferien, geplante Wartungen/ Reparaturen)

Verfügbarkeit

Unter der Verfügbarkeit ist das Verhältnis zwischen Hauptnutzungszeit und Planbelegungszeit zu verstehen. Verfügbarkeit = Hauptnutzungszeit/ Planbelegungszeit

Effektivität

Die Effektivität beschreibt den Leistungsgrad eines Prozesses. Damit ist das Verhältnis der produzierten Menge zur Soll-Menge gemeint.

Effektivität = geplante Produktionszeit je Einheit x produzierter Menge/Hauptnutzungszeit

Qualitätsrate

Die Qualitätsrate definiert die Gut-Teile im Verhältnis zur produzierten Menge

Qualitätsrate = Gut-Teile/produzierte Menge

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