Produktionslenkungsplan


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Definition

Produktionslenkungspläne sind ein fester Bestandteil in der Qualitätsvorausplanung in der Automobilindustrie. Nicht ohne Grund zählen Produktionslenkungspläne (PLP´s) zu den sogenannten Automotive Core Tools. Teilweise fordern diverse Kunden in ihren „kundenspezifischen Anforderungen“ weitere Inhalte im Produktionslenkungsplan (PLP). Dies können z.B. Requalifikationsprüfungen und Produktaudits sein.
Die PLP´s werden zum einen in der IATF 16949:2016 als eine Anforderung erwähnt, sowohl im Normpunkt 8.5.1.1 als auch im Anhang A.1 und Anhang A.2 näher erläutert.

Produktionslenkungsplan im Rahmen von Prozessaudits nach VDA Band 6.3

Im Rahmen von Prozessaudits nach dem VDA Band 6.3 (Prozessaudit) werden PLP´s an mehreren Stellen  erwähnt. Zum Teil als Beispiele zur Umsetzung im Prozesselement P4 (Realisierung der Produkt- und Prozessentwicklung). Bei der Frage P6.2 (Prozessanalyse Produktion) wir direkt nach der Umsetzung der Vorgaben des Produktionslenkungsplans gefragt und mit einigen Bewertungsrelevanten Mindestanforderungen versehen.

Arten von Produktionslenkungsplänen

Prinzipiell werden die Produktionslenkungspläne nach den drei klassischen Phasen der Produktentstehung unterteilt.
In jeder dieser drei Phasen (s. Anhang A.1 IATF 16949:2016) werden entsprechende PLP`S mit dem jeweiligen Erfahrungs- und Kenntnisstand bzw. der Kundenforderungen erstellt.

Inhalte eines Produktionslenkungsplan (PLP)

Im Anhang A.2 der IATF 16949 wird auf die Inhalte des PLP´s eingegangen. Hier nur eine grobe Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben:
  • Allgemeine Daten
  • Produktlenkung
  • Produktionsprozesslenkung
  • Methoden
  • Reaktionsplan

Zusammenspiel der Produktionslenkungspläne mit anderen Methoden und VDA Bänden

Produktionslenkungspläne sind nicht losgelöst für sich in einem luftleeren Raum. Wie bereits erwähnt werden diese im Rahmen der IATF 16949:2016 QM-Systemanforderungen gefordert. Weiterhin werden die PLP´s über die kundenspezifischen Anforderungen der OEM´s näher spezifiziert. Ebenso werden die besonderen Merkmale (SC/ CC / BM Z / BM S / BM F) dort aufgenommen und aufgezeigt wie diese entsprechend gelenkt werden. Genauso wird der PLP in der Qualitätsvorausplanung nach APQP oder auch nach dem Band Reifegradabsicherung für Neuteile verlangt. Wichtige Erkenntnisse aus der FMEA fließen dort ebenso mit ein. Nur um ein paar Beispiele zu nennen um besser verstehen zu können welche Bedeutung der PLP in der Automobilindustrie hat. 

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