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First Pass Yield

FPY Definition

Prozessqualität hat sich der First Pass Yield (FPY) bewährt. Unter FPY wird der Prozentsatz an Ergebnissen verstanden, die bereits im ersten Prozessdurchlauf korrekt sind und keine Nacharbeit erfordern. Der FPY steht in reziproker Beziehung zu den Fehlleistungs- oder Mehrkosten. Wird der FPY erhöht, so reduzieren sich die Fehlleistungskosten.

Maßeinheit*

Oftmals wird der FPY als Messgröße analog der Prozentrechnung angegeben. Eine Ausbeute von 86 bedeutet, dass 86 von 100 Einheiten den Vorgaben entsprechen. Je höher der FPY, desto höher die Ertragskraft unter qualitativen Gesichtspunkten. Eine weitere Möglichkeit ist die Angabe in der Einheit DPMO (Defects per million opportunities) oder ppm (parts per million).

Verketteter Produktionsprozess*

Besteht ein Produktionsprozess aus mehreren Schritten, so berechnet sich der FPY für den gesamten Herstellungsprozess (die Gesamtausbeute) als Produkt aus den einzelnen FPY-Angaben

Ein Beispiel: Ein Produktionsprozess für 100 Stück setzt sich aus vier hintereinander folgenden Arbeitsgängen (AG 1, AG 2, AG 3, AG 4) zusammen. Um hierfür den FPY zu ermitteln müssen die FPYs der einzelnen Arbeitsgänge ermittelt und multipliziert werden:

  • AG 1: Von 100 Stück fallen 10 Stück aus, man erhält 90 Gutteile. FPY = 90/100 = 0,90
  • AG 2: Von 90 Stück fallen 10 Stück aus, man erhält 80 Gutteile. FPY = 80/90 = 0,89
  • AG 3: Von 80 Stück fallen 5 Stück aus, man erhält 75 Gutteile. FPY = 75/80 = 0,94
  • AG 4: Von 75 Stück fallen 5 Stück aus, man erhält 70 Gutteile. FPY = 70/75 = 0,93
  • Der FPY für den gesamten Prozess = FPY AG 1 * FPY AG 2 * FPY AG 3 * FPY AG4

also: 0,90 * 0,89 * 0,94 * 0,93 = 0,70
Von 100 Stück sind also 70 Stück im ersten Prozessdurchlauf ohne Nacharbeit als Gutteil – In Ordnung (I.O.) – hervorgegangen.

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*Quelle: Wikipedia

 

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