Auditbericht


Auditbericht

Was ist ein Auditbericht?

Ein Auditbericht ist ein Dokument, das das Ergebnis einer Überprüfung von Abläufen und Prozessen in einem Unternehmen oder einer Organisation darstellt. Der Auditbericht enthält eine Zusammenfassung der Durchgeführten Audits, die Ergebnisse der Überprüfung, sowie eventuelle Abweichungen von den geltenden Vorschriften und Standards. Es enthält auch Empfehlungen für Verbesserungen und Maßnahmen zur Beseitigung von Abweichungen. Der Auditbericht ist in der Regel für die Führungskräfte und die Verantwortlichen des Unternehmens oder der Organisation bestimmt, um ihnen bei der Identifizierung von Risiken und der Umsetzung von Verbesserungen zu helfen.

Der Auditbericht beinhaltet Auditfeststellungen und Auditschlussfolgerungen des durchgeführten Audits. Auditfeststellungen sind Ergebnisse aus der Bewertung der gesammelten Auditnachweise und zeigen die Konformität bzw. Nichtkonformität in Bezug auf das Regelwerk auf. Die Schlussfolgerungen sind dann das Ergebnis eines Audits nach Berücksichtigung der Auditziele und aller Auditfeststellungen.

Sachliche Darstellung von Auditfeststellung im Auditbericht bevorzugen

Eine sachliche Darstellung von Auditfeststellungen im Auditbericht ist wichtig, um ein objektives und transparentes Ergebnis der Überprüfung zu präsentieren. Dies beinhaltet die Beschreibung der Abweichungen von den geltenden Vorschriften und die Beurteilung des Risikos, das von diesen Abweichungen ausgeht. Es ist auch wichtig, mögliche Lösungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Prozesse und Abläufe aufzuzeigen. Eine sachliche und präzise Formulierung des Auditberichts erleichtert es, das Ergebnis zu verstehen und zu verfolgen, sowie die Identifizierung von Verbesserungspotentialen.

Empfehlungen für die Darstellung von Inhalten im Auditbericht

Die Darstellung von Inhalten im Auditbericht sollte klar und deutlich sein, insbesondere bei positiven Ergebnissen und Verbesserungen. Es ist wichtig, insbesondere bei kritischen Sachverhalten sachlich richtig, nachvollziehbar und mit Belegen darzustellen. Es ist auch wichtig, Empfehlungen/Verbesserungsvorschläge anzubieten und diese zu begründen.
Bei identischen Abweichungen/Auditfeststellungen gegenüber früheren Audits (d.h. keine Verbesserung erreicht) sollte es klar angesprochen werden und eskaliert werden.
Es ist auch empfehlenswert die Bezüge zu geltenden Normen/Regelwerken herzustellen, damit die Auditfeststellungen im Kontext verstanden werden können.

Ein gut strukturierter und gut geschriebener Auditbericht hilft dabei, die Ergebnisse der Überprüfung zu verstehen und zu verfolgen und erleichtert die Identifizierung von Verbesserungspotentialen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Beseitigung von Abweichungen.

Auditabweichungen Kriterien

Auditabweichungen sind Abweichungen von den geltenden Vorschriften, Standards und internen Richtlinien eines Unternehmens oder einer Organisation. Sie können in verschiedene Kriterien unterteilt werden, wie zum Beispiel:

  • Rechtliche Anforderungen: Abweichungen von gesetzlichen Vorschriften und Regulierungen, die für das Unternehmen oder die Organisation gelten.

  • Branchenstandards: Abweichungen von Branchenstandards und -best Practices, die für das Unternehmen oder die Organisation gelten.

  • Unternehmensrichtlinien: Abweichungen von internen Richtlinien und Prozeduren des Unternehmens oder der Organisation.

  • Risiko: Abweichungen, die ein erhöhtes Risiko für das Unternehmen oder die Organisation darstellen, wie z.B. finanzielle, operative oder reputationsbedingte Risiken.

  • Materialität: Abweichungen, die eine gewisse Bedeutung für die Finanzbuchhaltung und die Finanzberichterstattung haben.

  • Wiederholungen: Abweichungen, die bereits in früheren Audits identifiziert wurden und die nicht behoben wurden.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Kriterien für Auditabweichungen von Unternehmen zu Unternehmen und von Branche zu Branche variieren können.

Hauptabweichungen (Major)

Hauptabweichungen (auch als „major deviations“ bezeichnet) sind Auditabweichungen, die ein erhöhtes Risiko für das Unternehmen oder die Organisation darstellen und daher unbedingt behoben werden müssen. Sie unterscheiden sich von anderen Auditabweichungen dadurch, dass sie potenziell schwerwiegende Auswirkungen haben können, wie zum Beispiel:

  • Finanzielle Verluste oder Schäden für das Unternehmen oder die Organisation.
  • Verletzung von Gesetz oder Vorschriften, die zu Strafen oder Bußgeldern führen können.
  • Beeinträchtigung der Integrität des Unternehmens oder der Organisation und damit die Reputation.
  • Risiko für die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeitern, Kunden oder der Öffentlichkeit.

Es ist wichtig, dass Hauptabweichungen schnell identifiziert und behoben werden, um das Risiko für das Unternehmen oder die Organisation zu minimieren. Daher werden sie in Auditbericht meist besonders hervorgehoben und in der Regel eine Empfehlung für sofortige Maßnahmen enthalten.

Nebenabweichung (Minor)

Nebenabweichungen (auch als „minor deviations“ bezeichnet) sind Auditabweichungen, die zwar Abweichungen von den geltenden Vorschriften, Standards und internen Richtlinien darstellen, jedoch ein geringeres Risiko für das Unternehmen oder die Organisation darstellen. Sie unterscheiden sich von Hauptabweichungen dadurch, dass sie in der Regel keine sofortige Behebung erfordern und die Auswirkungen auf das Unternehmen oder die Organisation geringer sind. Sie können beispielsweise sein:

  • Abweichungen von internen Prozeduren oder Richtlinien, die jedoch keine Auswirkungen auf die Finanzen oder die Sicherheit des Unternehmens oder der Organisation haben.
  • Abweichungen von Branchenstandards, die jedoch keine Auswirkungen auf die Integrität des Unternehmens oder der Organisation haben.
  • Abweichungen von geltenden Vorschriften, die jedoch keine Auswirkungen auf die Reputation des Unternehmens oder der Organisation haben.

Schulungen / Ausbildung

Die Schulung und Ausbildung zum internen Auditor ist ein wichtiger Schritt, um Mitarbeiter dazu befähigen, die Konformität von Abläufen und Prozessen mit geltenden Vorschriften und Standards sicherzustellen. Ein interner Auditor ist in der Lage, die Einhaltung von Regelwerken, Prozeduren und Richtlinien zu überprüfen und festzustellen, ob Abweichungen vorliegen. Er kann auch Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge unterbreiten und dafür sorgen, dass die Abweichungen behoben werden.

Eine Schulung und Ausbildung zum internen Auditor kann sowohl für Neueinsteiger als auch für erfahrene Mitarbeiter sinnvoll sein. Es ist auch eine gute Möglichkeit, sich fortzubilden und die Kenntnisse über Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung zu vertiefen.

Beratung / Consulting

Die Beratung im Bereich Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung kann dazu beitragen, dass ein Unternehmen seine Prozesse effizienter gestaltet und optimiert. Hierbei werden die Prozesse auf ihre Effektivität und Effizienz hin untersucht und gegebenenfalls verbessert. Auch die Dokumentation der Prozesse ist ein wichtiger Bestandteil, um sicherzustellen, dass die Prozesse jederzeit nachvollziehbar sind.

Wir sind Ihr Partner für die Schulung & Ausbildung zum internen Auditor und die Beratung im Bereich Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung. Wir helfen Ihnen, Ihre Prozesse zu optimieren und Ihr Unternehmen erfolgreicher zu machen. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.