Der VDA 6.3 Prozessauditstandard wurde vom Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA) entwickelt. Dieser Standard wurde für die einheitliche Durchführung von Prozessaudits innerhalb der gesamten Lieferkette etabliert.
Bei der Erstellung des VDA 6.3 Auditstandards haben viele deutsche Automobilhersteller und Zulieferer (1st Tier-Lieferanten) massiv mitgewirkt. Das Prozessaudit nach VDA 6.3 stellt ein wesentliches Instrument zur Prozessüberwachung
dar und ermöglicht eine vergleichbare Bewertung/ Auswertung der auditierten Prozesse, sowohl innerhalb eines Unternehmens, als auch unternehmensübergreifend.

Der in der Automobilindustrie fest verankerte Auditstandard VDA 6.3 (2. Ausgabe 2010) wurde 2016 überarbeitet und auf Basis der jahrelangen gesammelten Erfahrungen und Rückmeldungen präzisiert. Die Vorteile und Inhalte der Überarbeitung auf einem Blick:

  • Vereinfachung der Auswertung
  • Anpassung und Präzisierung des Fragenkataloges
  • Erleichterung der Auditierbarkeit vor Ort in den Prozessen
  • Gezielteres Eingehen auf die Risiken und Schnittstellen im Prozess
  • Vereinheitlichung der Begriffe mit dem VDA Band Reifegradabsicherung für Neuteile (RGA) und mit anderen VDA Bänden

Zielsetzung und Gründe für die Durchführung von Prozessaudits

  • Potenzialanalysen zur Vergabeentscheidung im Lieferantenauswahlprozess
  • Gewährleistung der Produkt- und Prozessanläufe
  • Beurteilung der Qualitätsfähigkeit innerhalb der Lieferkette
  • Effiziente und effektive Analyse bei Produkt- oder Prozessproblemen
  • Ermittlung von Verbesserungspotenzialen (KVP)
  • Störungen innerhalb der Lieferkette