Nachricht von Florian am 07. Januar 2005:
Im Bezug auf: Re: Philosophie kommt vor den Werkzeugen kommentiert von Wolfgang Horn am 04. Januar 2005:
Hallo Wolfgang
Um unsere Einigkeit nicht zur Langeweile verkommen zu lassen, möchte ich Dich schon noch etwas reizen :-)
: Folgerung: Mache aus Gegeneinander erst Miteinander, dann sucht gemeinsam den wohl besten Weg, und geht gemeinsam los.
: Dann können die Managementmethoden auch nützlich sein. Jedenfalls weit nützlicher, als wenn sie als Waffen im Gegeneinander mißbraucht werden, bis sie keiner mehr sehen kann.
Ich denke, dass die Managementmethoden einen grossen Einfluss auf das Miteinander haben, dass sie Teil der MIteinander-Strategie sind. Losgelöst von der Art und Weise wie das Managementsystem aufgebaut wurde, kann kein Miteinader entstehen. Ich habe noch nicht 100% verstanden, ob Du der Meinung bist, dass die Mitarbeiter auch im schlechtesten System vom Chef zum Miteinander geführt werden können.
Nehmen wir noch einmal den Zielsetzungsprozess (dies ist eine Managementsystem-Komponente). Ist dieser auf Konkurrenz ausgelegt, kann praktisch nur ein aussergewöhnlicher Chef dieses Miteinander erreichen. Laut Malik ist diese Forderung aber nicht realistisch, da es zuwenige von diesen Führern gibt.
Ich stelle hiermit die These auf: Ein gutes System unterstützt eine menschliche und resultatorientierte :-) Führung der Mitarbeiter enorm.
Ein schlechtes System macht es praktisch unmöglich ein Miteinander zu erreichen. In einem optimal gestalteten System, können sich die Mitarbeiter zu einem gewissen Anteil selber führen.
Für mich muss ein gutes Managementsystem:
- Konkurrenz verhindern.
- Beziehungen fördern, indem keine Ziele für jeden Einzelnen definiert und danach beurteilt wird, wer besser war als der andere.
- die Selbsverwaltung der Teams verbessern, Managementanteil erhöhen (Selbstführung).
- Der Synthese den Vorzug vor der Analyse geben, wenn es um Systemverbesserungen geht. Nicht einzelne Elemente verbessern sondern das ganze System besser auf den Kundennutzen ausrichten.
- Mitbestimmung für genau definierte Themen ermöglichen, z.B. bei Investitionen un der Gestaltung des Arbeitsumfelds
- Ackoff meint, dass in einem demokratischen System, nur diese Aufgaben an die nächst höhere Ebene deligieren werden sollten, die selber nicht umsetzen werden können.
- und vieles mehr.
Für mich sind es min. 3 Stunden Fahrzeit nach Stuttgart, allzu oft kann ich also nicht teilnhemen. Vielleicht würden sich ja noch andere "Denker" aus diesem Forum an einem Abend treffen.
Gruss aus der Schweiz
Florian