Re: Verdienstvorstellung


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Nachricht von Wolfgang Horn am 30. Dezember 2004:

Im Bezug auf: Verdienstvorstellung kommentiert von Rage_Empire am 30. Dezember 2004:

Hallo zurück, "Rage", oder deutsch "Wut, Zorn",

beweisen Sie sich selbst doch mal Ihre Fähigkeiten mit einer Prozeß-FMEA der besonderen Art:
1. Sehen Sie Ihr Unternehmen als Produkt, als Maschine. Insbesondere den Bereich, für den Sie verantwortlich sein sollen als Koordinator und als QMB. In dem das Getriebe weder knirschen, noch krachen oder gar blockiert stillstehen sollte.
2. Überlegen Sie sich, wie die Zusammenarbeit in diesem Bereich funktionieren muß, damit Ihr Unternehmen / Ihr Bereich Aussicht auf Zukunft und Wachstum im Wettbewerb hat. Betrachten Sie insbesondere die Entscheidungslinien und AKV - die "heilige Dreieinigkeit" von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung. AKV gilt nicht nur für Sie, sondern für jeden. Auch für die Führungskräfte bis zum Geschäftsführer.
3. Und jetzt die FMEA - was kann in dieser Maschine alles schief gehen, was wird Gott Murphy auch alles schief gehen lassen?

Mein Ergebnis aus Ihren knappen Worten ist die Bestätigung der alten Regel "Trennung von Entwicklung/Produktion und QS". Jeder kann und soll zwar verantwortlich sein für die Qualität seiner eigenen Arbeit und die seines Teams, jeder soll einfach gut arbeiten.
Der Geschäftsführer als Inhaber aller Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen kann auch sich selbst überprüfen.
Aber einen Kurs "Qualitätswissen für Geschäftsführer" oder so sollte besuchen, wer diese angestellte Person auch noch verantwortlich machen will, die Qualität der Arbeit zu überwachen und der Geschäftsführung zu melden.

Kommen Sie zu einem anderen Ergebnis?


Nach meinem Ergebnis ist die Höhe Ihres Gehaltes völlig unwichtig gegenüber
a) der Unmöglichkeit der gedachten Teilung von Verantwortung und Aufgaben im Unternehmen.
Es ist egal, welches Gehalt sich der Pilot aushandelt, wenn sein Flugzeug doch zum Absturz fehlkonstruiert wurde.
b) des Nachholbedarfs der Führungskräfte, die sich dies Konstrukt ausgedacht haben.

Vorschlag:
1. Bedanken Sie sich für das Vertrauen - und erbitten Sie sich keine Bedenkzeit, sondern Zeit zur Planung der Zusammenarbeit im Detail.
2. Mit dem Ergebnis Ihrer FMEA machen Sie aufmerksam auf die "Angriffspunkte für Murphy" und schlagen Sie ein Konstrukt vor, in dem sich Ihre Auftraggeber wiederfinden und sagen können: "ja, so haben wir das gemeint" und innerlich zusammenschreckend sagen können: "Au, das hätten wir vorher sehen sollen. Aber gut, wie er das Problem erkannt und schonend gelöst hat".

Wer kommt zu einem deutlich anderen Ergebnis?

Ciao und toi, toi, toi
Wolfgang Horn


P.S: Und wenn Ihnen die Anwendung der FMEA auf zwischenmenschliche Prozesse, insbesondere Teilung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen, nicht so geläufig sein sollte, dann mache ich diese gern mit Ihnen gemeinsam.



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