Re: QM-Handbuch/Umstelleung auf Norm 2000/Vortsätzung an Hanno u. Felde


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Nachricht von Felde am 17. November 2004:

Im Bezug auf: Re: QM-Handbuch/Umstelleung auf Norm 2000/Vortsätzung an Hanno u. Felde kommentiert von Tom am 15. November 2004:

Hallo Tom,

: ----- Ich habe das Gefühl, dass diese Chance für die Firma sich selbst zu analysieren mir überlassen wird. Und das ist das Problem für mich. Wie?-----

Ok, die Tätigkeit der Analyse mag sein.

Doch das Management muss "Lernen", dass jetzt der Hebel umgelegt werden wird, der bestimmt, wie das UN in
Zukunft arbeiten wird. Denn es wird nicht bei einer reinen Beschreibung der aktuellen Situation bleiben.
Es werden sich Schwachstellen aufzeigen, die es zu beheben gilt. Dadurch wird die Firma langsam
aber sicher neu strukturiert. Dies kann aber nur mit den Leuten passieren, die auch im Prozess
arbeiten. Oder wer kennt die Schwächen der bisherigen Prozesse besser?

Das Management ist erst einmal gefragt, um die Prozesslandschaft zu entwickeln. (Was ist unser
Kerngeschäft? Wie ist der Weg Kunde - Kunde bei uns intern definiert? Was sind Managementprozesse?
Was sind Unterstützungsprozesse?)
Diese Fragen gilt es mit dem Management zusammen zu beantworten. Dazu schlage ich einen externen
Berater vor, der die Thematik kennt und als Moderator fungiert. Von diesem wird sich das Management "etwas sagen lassen".

Ist dieser "schwere Schritt" getan, kann man anhand der Prozesslandschaft mehr und mehr Detailebenen
hinzufügen bis man den Workflow der einzelnen Tätigkeiten hat.

Wir benutzen das Tool PROfit der Firma BOC dazu.
Es handelt sich um ein Visualisierungstool, welches schnell und einfach Landschaften und Prozesse gestalten lässt. In den Prozessen sind
dann Links zu Dokumenten etc. möglich. Die freigegebene Version wird dann im Intranet, als
HTML abgelegt.

: -----Das ist auch ein Problem, weil das Management lässt den MA nicht mitreden. Wenn aber doch, dann vergißt es ganz schnell was da gesagt wurde.-----

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man gezielt an dem Prozess (auch visuell) arbeitet
erstaunlich positive Ergebnisse heraus kommen.
Hat man keine Unterstützung und "unterhält" sich darüber, kommt meist nichts heraus.

Das größte Problem bei der Sache ist die unterschiedliche Wahrnehmung der "realen Welt".
Aufgrund der Erfahrungen (z.B. Management, MA) wertet und interpretiert man Dinge unterschiedlich.
Der Spagat ist es nun, zu wissen, wie jeder "denkt", um dann in dessen Sprache und
Denkweise zu kommunizieren. Dabei sind dann auch unterschiedliche Strategien zu fahren, wie ich
dem Gegenüber den Gedanken an die Prozessorientierung und die resultierende Umstrukturierung
im positiven Sinne näher bringe.

Du merkst schon, dass es philosophisch wird, also "menschelts" mal wieder. ;o)

Zusammengefasst:
- Die Umsetzung kannst Du machen.
- Das Management muss aber voll verstehen und hinter Prozessorientierung und Umstrukturierung stehen.
- Die MA müssen den Nutzen aktiv erkennen und lernen, dass sie sich einbringen können und sollen.
- Dann kann über die Prozesslandschaft und die Subprozesse die Firma beschrieben werden.
- Durch die Beschreibung vom Groben zum Feinen ist eine klare Vorgehensweise bei der Prozessbeschreibung möglich.

Viel Erfolg.

Just thoughts.

Grüssle

Felde




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