Nachricht von Dani am 03. September 2004:
Im Bezug auf: Re: Kundenaudits kommentiert von Oli am 27. Juli 2004:
: : Hallo Zusammen,
: : wir sind ein mittelständisches Kunststoffspritzgieß - Unternehmen und nach DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert.
: : Vor fast 4 Jahren haben wir von einem Kunden einige Werkzeuge, mit der Bitte mach mal eben, bekommen. Zu diesem Zeitpunkt waren wir auch nicht Zertifiziert.
: : Jetzt haben wir ein Audit vom besagten Kunden nach VDA 6.3 gehabt.
: : Die Anforderungen sind natürlich höher. Des wegen konnten wir nicht alles vorzeigen.
: : Unser Argumente waren, wir sind „nur“ nach ISO Zertifiziert und Kundenforderungen haben wir auch nicht bekommen. QSV, Geschäftsbedingungen usw. und nach welcher Norm der Aufbau der Dokumente ausgerichtet sein muss, war uns auch nicht bekannt. Es hätte auch QS9000 oder sogar TS16949 sein können.
: : Was also sollten wir einführen und aufrechterhalten?
: : Jetzt sind wir, weil eben einigen VDA Anforderungen nicht umgesetzt sind, B-Lieferant.
: : Wie würdet ihr Stellung dazu nehmen?
: : Vielen Dank im Voraus
: : Frank
: Hallo Frank
: die Beantwortung Deiner Frage ist eine Ferndiagnose ins blaue.
: Es handelt sich hier um "Firmenpolitik", da wird die Geschäftsleitung sich zusammen mit dem QMB Gedanken machen müssen.
: Nachdem euch die Werkzeuge gestellt wurden, gehe ich in der Annahme, das ihr keine Entwicklungspartner eures Kunden seit. Daher entfällt eine Ausrichtung zur TS 16949. Außer Ihr wollt euch aus anderen Gründen dahin entwickeln
: ( z.B. Marktpossitionierung )
: Auch hierbei unterstelle ich euch einfach mal den Automobilsektor.
: Wieviel Umsatz in Prozent wird den mit dem Kunden erwirtschaftet? Erlaubt die Preissituation eine Erhöhung der Anstrengungen ?
: Bitte hierauf nicht Antworten, sondern nur in die Überlegung mit einfließen lassen.
: Normalerweise wird auf den Audit ein Aktionsplan gefordert mit Angabe von Korrekturmassnahmen und Terminen. Das ist doch schon eine Stellungnahme.
: Nachdem ich nicht weiß, wo die "Abzüge" waren kann ich nur dazu raten die "günstigsten" und effektivsten Punkte aus dem Auditprotokoll abzuarbeiten. Man muss nicht immer 100% haben.
: Die 9001 : 2000 ist eine gute Basis. Wenn im Unternehmen auch dannach gelebt wird, dann dürftet Ihr vom A - Lieferanten nicht weit weg sein ??
: Eventuell sind hier die Kontrollpläne und FMEA´s nachzuziehen ??
: Vorschlag : Aktionsplan zum Audit mit Geschäftsführung absprechen. Den Kunden mit ins "Boot" nehmen, der Auditor
: ( Lieferantenentwickler ) wird sicherlich Unterstützen können ( z.B. Formulare, Anregungen )
: Ferner kann er Hilfestellung bezüglich der Spezifikationen geben (QSV, aktuelle Zeichnungen..)
: Achtung : Nachgeschobene Spezifikationen immer nachkalkulieren.
: Hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben.
: Gruß
: Oli
Hallo Frank,
stimme eigentlich mit Oli überein, bis auf
... das ihr keine Entwicklungspartner eures Kunden seit. Daher entfällt eine Ausrichtung zur TS 16949. ...
Das sehe ich nicht ganz so, denn den Passus "Entwicklung" kann man im QMH ausschließen.Das weiß ich daher, weil unser Betrieb nach der TS2 zertifiziert ist und wir auch keine eigene Entwicklung haben, sondern nach Kundenvorgaben fertigen.
Vielleicht ist's auch nur ein Mißverständnis und ich deute die Antwort von Oli falsch. Falls das so ist, tut's mir leid
Gruß,
Dani