Re: Läßt sich elterliche Verantwortung teilen?


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Nachricht von Florian am 07. Januar 2004:

Im Bezug auf: Re: Läßt sich elterliche Verantwortung teilen? kommentiert von Wolfgang Horn am 05. Januar 2004:

Hallo Wolfgang

:Aber mir scheint, Du vermischst "Delegation von Verantwortung" mit "Teilen von Verantwortung".

Ich glaube nicht, dass ich diese Punkte vermische, aber ich beobachte sie. Mit geteilt meine ich, dass sie eindeutig zugeordnet ist (Deine Rede) mit gemeinsamer Verantwortung meine ich, dass mehrere Menschen für ein Resultat gemeinsam verantwortlich sind. Mit delegieren meine ich, meine Verantwortung an jemanden zur Ausführung übertragen, aber trotzdem verantwortlich bleiben.

- Der QMB ist für die Qualität verantwortlich. Die Verantwortlichen deligieren jedoch die Verantwortung nicht, sondern sie geben sie ab. Motto: Um die Qualität haben wir uns gekümmert! (Praxis, entspricht sicher nicht Deiner Vorstellung)
- Der Speditionsleiter wird für die Rückstände in der Auslieferung verantwortlich gemacht (habe dieses Beispiel gerade von einem entlassenen Spedichef erfahren)
- Schnittstellen-Vereinbarungen, Qualität in Schnittstellen. Ist nur der Lieferant verantwortlich oder müsste der Kunde auch berücksichtigt werden?

Ich glaube wir unterhalten uns eher darüber was die Praxis und was die Theorie ist. Sehr oft wird mit dem Mittel Delegation Druck auf die Mitarbeiter gemacht. Abgeben ja, unterstützen nein (ich weiss entspricht nicht Deiner Idee, ist aber die Praxis).

Beim Überfliegen unserer Diskussion ist mir aufgefallen, dass Du eine Gruppe von Menschen als Gemeinschaft betrachtest, die Verantwortung übernehmen kann (Was ja eigentlich meine Frage war!). Warum kann ich ein Team, Lehrer und Schüler, nicht als Gemeinschaft betrachten? Was bringt es am Endresultat, wenn ich eine so komplexe Verantwortungsstruktur entflechte und zuordne. Was gewinne ich, ausser einen Schuldigen zu haben?

Inzwischen habe ich begriffen, dass es keine Organisation ohne Verantortungs-Zuordnung geben kann. Mir ist auch klar, dass es eindeutig zuordenbare Verantwortungen gibt und diese auch wahrgenommen werden müssen. Ich suche einfach noch nach stichhaltigen Lösungen für das Problem "Gemeinschaft"! Einfach jemanden als Chef "über" die Gemeinschaft zu setzen und zu postulieren, dass dieser jetzt verantwortlich sei, hat für mich nichts mit einer echten Lösung zu tun.

Danke für Deine fundierten Gedanken, sie helfen mir meine zu entwirren!

Freundliche Grüsse
Florian




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