Nachricht von Wolfgang Horn am 26. November 2003:
Im Bezug auf: Re: Konstruktives kommentiert von Oliver am 26. November 2003:
Hi, Oliver,
: Das ist für mich ein gesellschaftlicher Punkt mit der Sichtweise, daß es UN in aller Regel dauerhaft nur gut geht, wenn es auch der Gesellschaft gut geht.
Ja. Und umgekehrt.
: Und an diesem Punkt ist die Politik gefordert, warum stellt man UN, die menschenverachtende Bedingungen unterstützen, die leider sehr oft in Niedriglohnländern sind, nicht vor den Richter?
Welchen Richter? Den, der nach den Gesetzen des Landes richtet, in dem die Kinder arbeiten?
Oder der Amtsrichter in München nach Gesetzen, die weder den Kindern bekannt sind noch ihrem Arbeitgeber?
Und falls letzteres, wie wehren wir uns vor dem Vorwurf der Bevormundung eines anderen Landes, und vor dem Vorwurf, wir würden Kinder verhungern lassen, indem wir sie hindern, sich ihren täglichen Fladen zu verdienen?
Dies ist ein schwerer Konflikt, in dem wir entscheiden können, wie wir wollen, wir machen uns schuldig.
Meine schuldhafte Entscheidung ist: Jede Nation möge ihre eigenen Gesetze fassen.
Und wenn ein deutscher Geschäftsmann ein Produkt kauft, das nach den Gesetzen des Herstellerlandes legal ist, dann ist der Kauf für uns vielleicht unmoralisch, aber nicht strafbar.
Ich hoffe, die hiesigen Gewerkschaften exportieren ihr Erfolgsmodell.
Ciao
Wolfgang