Nachricht von Wolfgang Horn am 19. November 2003:
Im Bezug auf: Diskussionswürdig oder Religion kommentiert von Frank Hergt am 19. November 2003:
Huh, ich komm ja kaum noch an die Arbeit...
Hi, Frank,
: Ja, würde ich. Die lauten Marktschreier sind so häufig, daß ich auf sie überhaupt nichts mehr gebe. Wer die Bereitschaft zeigt, seine eigenen Methoden in Frage zu stellen, scheint noch lernfähig zu sein und damit auf Dauer jedem "Guru" mit der "ENDGÜLTIGEN LÖSUNG" überlegen. Die Management- und Methodenhandbücher, die ich bisher überzeugend fand, legten auch die Grenzen und die Schwächen ihrer Methoden dar,
Danke.
: Mir fällt auf, daß Du Dich zwar eifrig mit den BWLern beschäftigst, aber zu denen, die wirklich versuchen, Modelle des menschlichen Verhaltens zu entwicklen, also den Verhaltensforschern, Humanethnologen und (zumindest einen Teil der) Psychologen, ziemlich wenig sagst. Unerwünschte Konkurrenz? ;-)))) Oder gründen die einfach zu wenig Unternehmensberatungen?
"Die BWL'er" stehen uns näher, sowie dem gemeinsamen Anliegen "Qualität".
Zur Gestaltung der Arbeit bringt die Fragestellung "wie funktioniert Teamarbeit?" bessere Grundlagen als "Menschen agieren nun mal irrational".
Letzteres tun sie durchaus - aus der Sicht dessen, der querschnittlich Eigenschaften sucht.
Aber nicht aus ihrer eigenen Sicht, und auch nicht aus der Sicht dessen, der in ihre "Schuhe" schlüpfen kann und ihre Welt aus ihrer Sicht sieht.
Die Beobachtungen von Konrad Lorenz, Sigmund Freud, Maslow und den anderen sind wertvoll.
Die Fragestellungen eines Mediziners ("Unnormales Verhalten? Wo ist die Infektion, wo ist die Krankheitsursache?") bringt andere Ergebnisse als die Fragestellung "Wie funktioniert das?" und erst recht andere Anleitungen zum Handeln.
Und passen viel besser zu unserem "gesunden Menschenverstand".
Ciao
Wolfgang