Nachricht von Tim Gerdes am 19. November 2003:
Im Bezug auf: Re: Vernagelt oder Wissen? kommentiert von Wolfgang Horn am 18. November 2003:
Also mit Verlaub Herr Horn.
Ich habe Vivians Ausführungen nicht als persönlich, sondern eher als sinnvollen Denkanstoß gesehen.
Ich halte es, ehrlich gesagt, auch für etwas vermessen, sich mal eben mit Kopernikus und Kepler auf eine Stufe zu stellen. Insbesondere mit einer Theorie, die nur als absolut neu bezeichnen kann, wer keine fundierte betriebswirtschaftliche Ausbildung genossen hat. Eine Motivationstheorie (mit theoretischer Fundierung der Motivation des einzelnen) ist in der Personal- und Organisationslehre nichts, wass noch jemanden vom Hocker reißt. Und das persönliche Streben nach Glück und Zufriedenheit gehört da genauso rein, wie wie eine darauf basierende Mitarbeiterführung.
Was den, von Ihnen als untaugliche Theorie angeführten Taylorismus angeht, so wird dieser abenfalls in der moderneren BWL (so ab Anfang der 70er) nur noch als altes "Referenzmodell" gesehen, das allerdings auch für die moderne BWL eine gewisse Relevanz hat (Arbeitsteilung und damit einhergehende Nutzung von Lernkurveneffekten). Eine Fertigungsinsel bei Mercedes Benz funktioniert schon seit Mitte der 80er nicht mehr wirklich nach diesem Modell.
Also, immer die Kirche im Dorf lassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Tim Gerdes