Re: QS im Change Management


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Nachricht von Vivian am 13. November 2003:

Im Bezug auf: QS im Change Management kommentiert von Wolfgang Horn am 13. November 2003:

Hallo Wolfgang,

genau das Motto "Augen zu" und anschließend mit geschlossenen Augen an die Betonmauer herrscht ja auch bei meinem AG.

Ich versuche mich gerade wieder an der Ursachenfindung in meinem speziellen Fall. Ich meine die Softfact-Ebene stimmt nicht, denn Objektivität ist in meinem Fall wohl kaum Entscheidungsgrundlage.

Warum sehen Menschen eine offensichtliche Gefahr auf sich zurollen und reagieren einfach nicht - sie rennen mit Jubelgeschrei auf die Springflut zu? Die Korrektur von Fehlern wird gnadenlos ignoriert.

Seit wann sind Prozessverantwortliche Teams?

Team = Toll ein anderer machts!!!

Wo nicht einer verantwortlich ist, ist keiner verantwortlich!

Demokratische Entscheidungen - Ein Kongress mit Beteiligung von 100 Genies kann maximal ein mittelmäßiges Ergebnis erzielen. Irgendwann muss jemand "basta" rufen - "so wird's gemacht; so wird gestartet"

Diesem Prinzip versuche ich treu zu bleiben. Ich stelle jedoch fest, dass plötzlich Mitarbeiter, die eigentlich schon immer einen Prozess unverbindlich dirigiert haben, plötzlich vor der formalen und dokumentierten Verantwortung zurückschrecken - jezt steht in einer Anweisung mein Name ....

Problematisch ist die Ausrichtung der Unternehmensorganisation auf Prozesse, weil blinder Formalismus und Scheinverantwortungen sichtbar werden. Wenn man die Frage stellt, welchem Zweck dient diese Einzelaktion im Prozessablauf, tritt einiges zutage. Plötzlich erkennen wir, dass dem weggelobten unfähigen Leiter auf Basis eines künstlich geschaffenen Formalismus eine Scheinwichtigkeit verliehen wurde und diese Stelle den reibungslosen und effizienten Prozessdurchlauf maximal behindert.

Ist erst einmal ein Prozessablauf mit Schweiß und harter Arbeit und in X-Verhandlungsrunden erkämpft, gibt keiner mehr gern zu, dass bei dem exorbitantem Aufwand eben keine 100%-Lösung entstanden ist.

Ich habe vor Jahren gute Erfahrungen mit einer Unternehmensberatung im Vertrieb gemacht (Neuorganisation Vertrieb). Die Unternehmensberatung hat sich meinen damaligen AG vor Unterbreitung eines konkreten Angebotes genau angesehen. Vor Ort wurde eine grobe Problemanalyse realisiert. Das Unternehmen hat sich dafür Zeit genommen. Der Preis enthielt einen Festkostenanteil sowie einen erfolgsabhängigen Anteil. Der erfolgsabhängige Teil wurde an den finanziell erreichten Erfolgen nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes gemessen.

Das Projekt war intern spitzenmäßig vorbereitet und die Vertriebsmitarbeiter aktiv integriert. Sowohl intern wurden die Ergebnisse verfolgt und bewertet als auch von der Unternehmensberatung.

Für das Beratungsunternehmen war unser Unternehmen der erste große Ost-Auftrag. Ich denke wir haben eine Menge voneinander gelernt.

Viele Grüße

Vivian


PS.: Schlecht wenn man verwöhnt wurde, das verdirbt den eigenen Maßstab.



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