Den meisten Werkstücken aus dem Fertigungsprozess haften Fette, Schmieröle, Korrosionsschutzöle, Stäube, Schleifmittel etc. an. Diese Verunreinigungen müssen vor einer Beschichtung unbedingt entfernt werden.
In der Vergangenheit wurden zur Reinigung und Entfettung lösemittelhaltige Systeme wie CKW, FKW und FCKW verwendet. Aus Gründen des Umwelt- und Arbeitsschutzes werden heute fast ausschließlich wässrige Lösungen eingesetzt.
Eine Entfettung kann neutral oder sauer erfolgen, wobei die Tendenz besteht, die sauren und alkalischen Mittel durch neutrale (sogenannte mildalkalische) Entfettungsmittel mit einer höheren Konzentration an Netzmitteln und Tensiden zu ersetzen. Der Vorteil hierbei ist eine wesentlich einfachere und wirtschaftlichere Abwasserbehandlung. Diese Entfettungsmittel haben auch die Eigenschaft, tierische und pflanzliche Öle und Fette zu verseifen, während nicht verseifbare Komponenten durch die Zusätze von Emulgatoren und Netzmitteln in feinste Teilchen aufgelöst und verteilt werden. Je nach Art und Zusammensetzung arbeiten die Entfettungsmittel bei Temperaturen zwischen 50-80°C und bei pH-Werten von 8-11.
Von den Werkstückoberflächen hängt es ab, ob Spritz- oder Tauchanlagen eingesetzt werden..
Spritzreinigungsanlagen werden abhängig von den Stückzahlen als getaktete Kammer- oder als Durchlaufanlagen ausgeführt. In Spritzanlagen wird das Behandlungsmedium unter einem Druck von 0,8-2,0 bar mittels Düsen in Form von Flachstrahl- oder Runddüsen auf die Werkstückoberfläche gespritzt. Die chemische Wirkung wird somit durch die mechanische Energie des Behandlungsmediums unterstützt, so dass bei Spritzverfahren wesentlich kürzere Behandlungszeiten erreichbar sind. Getaktete Kammeranlagen haben allerdings den Nachteil, dass häufig Entfettungs- und Spülvorgänge in derselben Kammer durchgeführt werden, wodurch eventuell viel Behandlungsmedium ins Spülwasser verschleppt wird. Dem kann durch den Einsatz moderner Anlagen vorgebeugt werden.
Tauchanlagen sind für schwer zugängliche Oberflächen geeignet. Da während des Behandlungsprozesses keine Verdüsung des Mediums erfolgt, ist der Energiebedarf von Tauchanlagen geringer.
Die Ultraschallreinigung wird in Tauchanlagen für wässrige Medien oder organische Medien bei kompliziert geformten Werkstücken mit kleinen Abmessungen eingesetzt.
Hierbei wird die Wirkung der Bäder wesentlich durch die auftretende mechanische Bewegung unterstützt. Es werden im Medium sogenannte Mikro- und Makroturbulenzen erzeugt, die eine bessere Durchdringung der Öl- und Fettrückstände bewirken. Feste Partikel werden hierdurch von der Werkstückoberfläche entfernt, schwer zugängliche Vertiefungen (z.B. Bohrungen) werden ebenfalls erreicht.
Heute gibt es Anlagen, die Spritz- und Tauchverfahren, sowie Ultraschall kombinieren können (Flutinjektion).
---> Siehe auch:
"Entfetten" findet sich im NACE Code "17.12"
Wollaufbereitung und Streichgarnspinnerei
· Aufbereitung von Wolle: Entfetten und Karbonisieren, Krempeln
- 6022/2003-12-29 Auf Diät gehenAutor: Jokey - 5917/2003-12-28 Zu diesem Begriff gehörende Datenbankseiten
Entfetten (Entfetten is a German word which means "to ...)
()
Fett (Fett is a German word for fat)
FKW (HFKW)
pH (A pH is a measurement of the acidity or ...)
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