Die Bewegungsbilanz (Kapitalflussrechnung) zeigt die Veränderung der Bestandskonten zwischen zwei Bilanzstichtagen. (reine Differenzbetrachtung). Wird detailliert dargestellt, aus welchen Quellen des Unternehmens in der Berichtsperiode Mittel zugeflossen sind (Mittelherkunft) und wie bzw. wofür sie verwendet wurden (Mittelverwendung), entsteht die
Kapitalflussrechnung, die zur Gewinnung von Transparenz in der Finanzplanung eingesetzt wird.
Die Mittelherkunft resultiert aus dem Cash Flow, aus Erhöhung der Schulden (Aufnahme von Fremd- oder Eigenkapital) und Abnahme von Vermögensbeständen (Lagerabbau, Verkauf von Anlagen), die Mittelverwendung ergibt sich aus Vermögenszunahmen (Investitionen ins Anlagevermögen, Debitorenwachstum) und Schuldenabnahme (Rückzahlung eines Kredites, Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten). Die Kapitalflussrechnung gewährt somit Einblick in die finanzwirtschaftlichen Vorgänge eines Unternehmens und stellt die Liquiditätsveränderungen dar. Die für die Unternehmensführung wichtigste Form der Kapitalflussrechnung ist diejenige, die die Veränderung des Nettoumlaufvermögens durch das operative Geschäft nachvollzieht.