"Ein Akademiker ist einer, der seinen Titel für sich arbeiten läßt." -- Peter E. Schumacher, deutscher Aphorismensammler und Publizist
 
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Qualitätsforderung PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 27. November 2003 um 01:00 Uhr
Englisch: requirement for quality
wird in der DIN EN ISO 9001:2000-12 als Qualitätsanforderung bezeichnet
Weitere Definition:
Englisch: quality promotion, action to improve quality
In der DIN 55350-11, 1995-08 , Ziffer 9.1 versteht man darunter das _Verbessern der Qualitätsfähigkeit_.

Bei der Qualitätsförderung wird die Qualitätsfähigkeit verbessert. Einheiten, auf die Maßnahmen der Qualitätsförderung angesetzt werden können sind Produkte Verfahren, Einrichtungen und Personen. Die Einheiten können unter folgenden Gesichtspunkten betrachtet werden:

_ Tätigkeiten kann man (während ihres Ablaufs) kaum unmittelbar qualitätsfähiger machen, sondern nur die Verfahren, nach denen die Tätigkeiten ausgeführt werden: und außerdem diejenigen, welche die Tätigkeiten ausführen. Das sind die Menschen und die Maschinen im weitesten Sinn, also Personen und Einrichtungen.

_ Produkte kann man durchaus qualitätsfähiger machen. Beispielsweise kann man für ein Teil eines materiellen Produkts ein neues Material einsetzen, das im Vergleich mit dem bisher eingesetzten Material dazu führt, dass bei einem oder bei mehreren Qualitätsmerkmalen wesentlich weniger Rationalisierungs-Probleme entstehen als bisher.

_ Das QM-System kann man ebenfalls qualitätsfähiger machen. Das ist auf dreierlei Arten möglich: Man kann sowohl die Menschen als auch die Einrichtungen als auch die QM-Verfahrensanweisungen qualitätsfähiger machen.

_ Dass man Personen durch motivierte Fortbildung qualitätsfähiger machen kann, unterliegt keinem Zweifel. Die Qualitätsförderung in Bezug auf die Qualitätsfähigkeit der MitarbeiterInnen ist für die Zukunft der Organisation existenzwichtig und deshalb eine langfristig wirkende Investition. Motivation und Wissensvermittlung sind die zwei Ziele die die Qualitätsförderung benennt. Die beiden Ziele sind als Einheit zu betrachten und im Grunde nicht separierbar. Allerdings greift mehr und megh eine Denkrichtung um sich, welche das Schwergewicht in der Motivierung sieht. Das ist sehr ernst zu nehmen.: Aber ohne mehr Wissen wird man im allgemeinen bedeutend mehr leisten, wenn man besser motiviert ist. Dabei sollte jedoch berücksichtigt werden, dass beide Ziele stets gemeinsam angestrebt werden. Denn bei gleicher Motivierung ist die sachliche und damit auch der wirtschaftliche Erfolg ohne jeden Zweifel bei demjenigen besser, der seine Aufgaben fachkundiger angeht.
Weitere Definition:
Englisch: requirement for quality
Gesamtheit der betrachtenten Einzelforderungen an die Beschaffenheit einer Einheit in der betrachteten Konkretisierungsstufe der Einzelforderungen

In der DIN EN ISO 8402, 1995-08 , Ziffer 2.3 versteht man darunter die _Formulierung der Erfordernisse oder deren Umsetzung in eine Serie von quantitativ oder qualitativ festgelegten Forderungen an die Merkmale einer Einheit zur Ermöglichung ihrer Realisierung und Prüfung_.

Entscheidend ist dabei, dass die Qualitätsforderung die festgelegten und vorausgesetzten Erfordernisse des Kunden widerspiegelt.

Der Begriff Forderung erfasst marktbegründete, vertragliche und interne Forderungen einer Organisation. Sie können in den unterschiedlichen Planungsstufen entwickelt, präzisiert und aktualisiert werden. Quantitativ festgelegte Forderungen enthalten Nennwerte, Bemessungswerte, Grenzabweichungen und Toleranzen. Die Qualitätsforderung sollte in funktionalen Bedingungen ausgedrückt und dokumentiert werden.

Das wichtigste Merkmal für qualitätsbestimmende Forderungen ist, dass diese messbar in Prüfpläne mit aufgenommen und mit Toleranzen versehen werden. Derartige Prüfpläne sind nicht nur zwingender Aufwand eines Labors oder produktionsfremder Prüfer, sondern sie werden auch für alle Prozessselbstkontrollen als Kriterien zur Steuerung und Entscheidung benötigt.
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. September 2009 um 09:47 Uhr
 

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