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Kostenträgerrechnung
Unter einem Kostenträger versteht man, abhängig vom Auswertungszweck, ein einzelnes Stück, einen Auftrag (Kunden- oder Fertigungsauftrag), eine Charge, ein Produkt oder eine Produktgruppe. In Dienstleistungsunternehmen sind Kostenträger z.B. ein Projekt, eine Theateraufführung, eine Operation im Krankenhaus, ein bearbeiteter Bauantrag in der Stadtverwaltung. Mit der Kostenträgerrechnung soll gezeigt werden, wofür - für welche
Produkte und Leistungen - die Kosten entstehen. Man will erkennen können, wie hoch die Kosten sind, die ein Produkt als Produktkosten verursacht bzw. als zugeschlüsselte Strukturkosten zu tragen hat.

Kostenträgerrechnung ist ein Sammelbegriff für:

1. Kalkulation (Einzelstück- oder Auftragsbetrachtung)
2. Stückkalkulation, Vor-, Zwischen- und Nachkalkulation eines Auftrags
3. Kostenträgerzeitrechnung (Nachweis der Kosten aller in einer Periode hergestellten Produkte)
4. Plankostentrügerrechnung, Istrechnung, Soll - Ist - Vergleich, Bewertung der Bestandsünderungen.

Wenn Kosten und Leistungen exakt pro Fertigungsauftrag erfasst werden, kann dieser mitlaufend nachkalkuliert werden und es ist ebenso möglich, verdichtete Nachkalkulationen für Kundenauftrüge, für Halb- und Fertigprodukte oder für ganze Produktgruppen aufzubauen. Die Wahl der untersten hierarchischen Ebene in der Kostenträgerrechnung
(meistens der Fertigungsauftrag) bestimmt den möglichen Detaillierungsgrad der Auswertungen.

Der Begriff Kostenträger ist typisch für absenderorientiertes Denken im Rechnungswesen. Man will sämtliche Kosten des Unternehmens auf die Kostenträger verrechnen, um erkennen zu können, inwiefern diese Kosten auch durch die Marktpreise gedeckt werden. Dies kann aber nie richtig gelingen, weil kein direkter Verursachungszusammenhang zwischen hergestellter und verkaufter Menge und Strukturkosten besteht.

Berechnet man in der Kostenträgerrechnung die vollen Herstell- oder die Selbstkosten, muss man sich immer
darüber klar sein, dass die entstehenden Werte nie exakt sein können. Die Nachkalkulation stellt die Istkosten eines Produktes oder Auftrags fest. Mit der Auftragsnachkalkulation wird ermittelt, inwiefern die Istkosten eines Auftrags von den vorkalkulierten Kosten dieses Auftrags abgewichen sind.
Weitere Definition:
Form der Kostenrechnung, oft auch als Kosten- und Leistungsrechnung bezeichnet. Sie ist die für die Verwaltung wesentliche Form und baut auf der Kostenartenrechnung und der Kostenstellenrechnung auf. Sie rechnet sämtliche anfallenden Kosten einem Produkt (Kostenträger) zu. Frage: Wofür sind die Kosten angefallen?
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 30. September 2009 um 09:47 Uhr
 

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